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Winkt Bayern ein 250-Millionen-Euro-Deal?

Der FC Bayern ist bereit, die letzten möglichen fünf Prozent seiner AG zu verkaufen – und soll das einem Bericht zufolge nun auch tun. Aber wer ist der interessierte Käufer?

Möglicher Anteilsverkauf an Viessmann

In acht Tagen startet der FC Bayern offiziell in die neue Saison, wenn es zum Supercup-Duell nach Dortmund geht. Bis dahin umkreisen den deutschen Rekordmeister aber nicht nur die Fragen personeller Natur, wann Jamal Musiala, Harry Kane und Co. zum Beispiel wieder voll belastbar zur Verfügung stehen, sondern vor allem eine mögliche neue Finanzspritze.

Wie die tz am Donnerstagabend berichtete, planen die Bayern um Marketingvorstand Rouven Kasper, die letzten möglichen fünf Prozent an der Bayern München AG an das Unternehmen Viessmann zu veräußern. Laut Bild und DPA handelt es sich bei dem potenziellen Käufer aber nicht um den bisherigen Bayern-Sponsor, das Heiztechnik-Unternehmen Viessmann Climate Solutions, sondern um die dazugehörige Holding Viessmann Generations Group. Deren Chef ist Max Viessmann, der schon Verwaltungsbeirat des FC Bayern ist.

Aktuell hält der FC Bayern e.V. 75 Prozent der Anteile an der AG, die restlichen 25 verteilen sich auf Adidas, Allianz und Audi (jeweils 8,33 Prozent). Bis zu 30 Prozent kann der Verein veräußern – und ist bereit, auch die letzten fünf Prozent zu verkaufen. Die Frage ist nun noch, ob diese an Viessmann gehen.

Auf kicker-Anfrage hin wollte sich der FC Bayern nicht äußern, auch Max Eberl wollte die Meldung am Freitag nicht explizit bestätigen, während Neuzugang Ismael Saibari neben ihm vorgestellt wurde. Allerdings ließ der Sportvorstand eine Tendenz durchklingen – während auf der Werbebande hinter ihm unter anderem der Viessmann-Schriftzug flimmerte. Der Verein denke immer daran, so Eberl, „wie man weiter stabil sein kann, wie man in dieser verrückten Fußballwelt kompetitiv bleiben kann. Da bin ich mir sicher, dass Herbert Hainer das mit seinen Kollegen sehr weitsichtig vorantreibt.“

Viessmann ist nicht gleich Viessmann

Viessmann, der Weltkonzern aus Hessen, gehört bereits seit 2018 zu den Partnern der Bayern, seit inzwischen fünf Jahren außerdem zu den Partnern der Bayern-Frauen. Erst im Februar wurde die Zusammenarbeit bis 2029 verlängert. Die Heiztechnik-Branche des Unternehmens wurde 2023 an den US-Konzern Carrier verkauft. Im Anschluss daran entstand daneben die Holding Viessmann Generations Group unter der Leitung von Max Viessmann. Der Milliardär und Investor sitzt bereits seit vergangenem Frühjahr im Verwaltungsbeirat der Münchner.

Die Frage nach den letzten fünf Prozent hatte die Bayern bereits in den vergangenen Jahren begleitet. „Wir haben einen Deal mit unseren Mitgliedern, dass wir nicht mehr als 30 Prozent verkaufen“, hatte Uli Hoeneß bereits im OMR-Podcast erklärt. „Theoretisch könnten wir fünf Prozent verkaufen, ohne die Mitglieder zu fragen. Für mehr bräuchten wir eine Zweidrittelmehrheit. Und die werden wir niemals kriegen.“

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