Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Die Fragezeichen bei Gladbachs Problemlöser Konoplia

Sommerzugang Yukhym Konoplia steht vor dem ersten Bundesligaeinsatz für Borussia Mönchengladbach. Aber wie bereit ist der Hoffnungsträger für die rechte Seite nach der langwierigen Knieverletzung?

Rechtsverteidiger vor der Pflichtspiel-Premiere

Die Baustelle auf der rechten Abwehrseite zu schließen, war ein Ziel von Rouven Schröder im Transfersommer. Schon Ende Mai präsentierte Borussias Sportchef mit Yukhym Konoplia eine Lösung, die viel versprach: Qualität und Erfahrung. Immerhin stehen 27 Länderspiele für die ukrainische Nationalmannschaft in der Vita des 27 Jahre alten Außenverteidigers, der ablösefrei von Schachtar Donezk zur Borussia gewechselt ist.

„Yukhym ist ein physisch starker, spiel- und einsatzfreudiger Außenverteidiger“, urteilte Schröder nach der Verpflichtung und ergänzte: „Als Stammspieler beim ukrainischen Meister, durch regelmäßige Länderspieleinsätze und Spiele in der Champions League bringt er einiges an Erfahrung und Leadership-Fähigkeiten mit.“

Der Haken: Noch bevor Konoplia zeigen konnte, ob er tatsächlich zum erhofften Problemlöser taugt, wurde er ausgebremst. Bei einem Zweikampf im zweiten Vorbereitungstestspiel bei Rot-Weiss Essen (2:1) zog sich Konoplia Ende Juli einen Innenbandanriss im Knie zu. Zwei Monate Pause bedeutete die Verletzung für den Defensivspieler – und damit das Aus für den Saisonstart.

Inzwischen ist Konoplia zurück. Im Testspiel bei den Sportfreunden Siegen (3:0) in der vergangenen Woche feierte der Rechtsfuß sein Comeback und gab bei Neu-Trainer Alexander Blessin eine erste Visitenkarte ab. Doch mehr als der 45-minütige Einsatz gegen den Regionalligisten dürfte die anstehende Begegnung beim FC St. Pauli am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr) Rückschlüsse auf Konoplias aktuelle Verfassung geben.

Neues Blessin-System und veränderte Rolle?

Dass Konoplia wieder zur Verfügung steht, ist zunächst einmal eine gute Nachricht für die Borussia. Einige Fragezeichen über den reinen Fitness-Aspekt hinaus aber bleiben. Wegen der frühen Knieverletzung konnte er bislang keinen Spielrhythmus aufbauen.

Außerdem zeichnet sich ein Rollenwechsel ab. Eigentlich war Konoplia als Rechtsverteidiger für das 4-2-3-1-System geholt worden, das unter Eugen Polanski zum Standard erklärt wurde. Nachfolger Blessin dagegen setzt voraussichtlich auf eine Dreierkette in der Abwehr und könnte die Mannschaft in einer 3-4-3-Grundordnung ausrichten. Auf Konoplia dürfte dann die Rolle des rechten Schienenspielers zukommen. Dazu gehört eine hohe Intensität und viel Laufarbeit in beide Richtungen.

45 Minuten gegen einen Regionalligisten sind ein erster Hinweis, aber noch kein Beleg für die Belastbarkeit in einem Pflichtspiel. Umso wichtiger wird für Konoplia der Härtetest gegen Zweitligist St. Pauli. Danach wird Blessin sicher besser abschätzen können, ob der Ukrainer fürs Derby beim 1. FC Köln vielleicht sogar ein Startelf-Kandidat ist.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5