Seit Jahren gilt Romano Schmid immer wieder als Abgangskandidat, jetzt scheint Romano Schmid Werder Bremen tatsächlich zu verlassen. Nur das Ziel überrascht auf den ersten Blick.
Was am Serie-A-Aufsteiger reizt
Werder Bremen steht vor dem nächsten millionenschweren Verkauf in diesem Sommer. Nach Torhüter Mio Backhaus, der für zwölf Millionen Euro zum SC Freiburg wechselte, konkretisiert sich nun auch ein Abgang von Romano Schmid. Nach kicker-Informationen laufen aussichtsreiche Gespräche zwischen Werder und Serie-A-Aufsteiger Frosinone Calcio.
Als Ablöse steht ein hoher einstelliger Millionenbetrag im Raum, der über Boni noch zweistellig werden kann. Schon in den nächsten Tagen könnte ein Wechsel über die Bühne gehen, der den SVW-Verantwortlichen neue Möglichkeiten bei der eigenen Suche nach Neuzugängen bieten würde.
Schmid war schon in den vergangenen Jahren immer wieder ein Abgangskandidat, zu einem Transfer kam es aber nie. In diesem Sommer durfte er zwar die Rückennummer 10 von Leonardo Bittencourt übernehmen, wäre aber mit nur noch einem Jahr Vertragslaufzeit in die Saison gegangen. Konkrete Gespräche über eine Verlängerung wurden bislang nicht geführt.
Dass Schmid Werder nun nach mehr als sieben Jahren verlassen könnte, kommt also nicht überraschend, das Ziel Frosinone auf den ersten Blick allerdings schon. Der Klub aus der Nähe von Rom war im Sommer zum vierten Mal in die Serie A aufgestiegen, der er 2015/16 erstmals angehört hatte. Aber: Im Sommer übernahm der US-Fonds Clara Vista 80 Prozent der Klubanteile – verbunden mit ambitionierten Plänen, die auf dem Transfermarkt offenbar auch einen Blick nach Deutschland beinhalten.
Frosinone will auch Grillitsch
Unter anderem verpflichtete Frosinone bereits Anouar El Azzouzi von Fortuna Düsseldorf und den Ex-Hoffenheimer Kevin Akpoguma, außerdem sind die Löwen neben Schmid noch an einem weiteren österreichischen Nationalspieler interessiert: Auch Florian Grillitsch, einst in Hoffenheim und zuletzt bei Sporting Braga aktiv, aktuell aber vereinslos, soll kommen.
Schmid war im Januar 2019 von RB Salzburg zu Werder gewechselt, aber umgehend für eineinhalb Jahre zum Wolfsberger AC verliehen worden. Nach seiner Rückkehr musste er zwar in seiner ersten Saison an der Weser den Bundesliga-Abstieg verkraften, war dann jedoch ein Schlüsselspieler beim sofortigen Wiederaufstieg 2022. Kurz danach debütierte er für Österreichs Nationalmannschaft.
Seit 2023/24 (4 Tore/7 Assists) gelangen ihm in jedem Jahr zweistellige Bundesliga-Scorerwerte, in der abgelaufenen Saison stellte er mit zwölf seinen persönlichen Bestwert auf (4/8). Sportlich wäre der Verkauf der Kreativkraft also allemal ein Verlust für Daniel Thiounes Kader.

