Bruno Ogbus erlebt den ersten größeren Rückschlag seiner Karriere und kommt beim SC Freiburg in dieser Saison bislang kaum zum Zug. Da trifft es sich gut, dass er momentan bei der U 21 der Schweiz weilt. Der dortige Trainer Alexander Frei redet den Innenverteidiger stark.
Wenig Spielzeit beim Sportclub
Bruno Ogbus durchlebt einen schwierigen Saisonstart beim SC Freiburg. Nach einer erfolgreichen letzten Saison, in der er sich zwischenzeitlich als Stammspieler in der Innenverteidigung etablierte, ist seine Einsatzzeit in der laufenden Spielzeit stark begrenzt. Gerade einmal zwölf Minuten stand der Schweizer in dieser Saison auf dem Platz – und das in der Qualifikation zur Conference League gegen Motherwell.
In der letzten Saison bestritt der 20-Jährige noch 18 Partien in der Bundesliga, doch in den ersten vier Saisonpartien kam er in der Liga noch überhaupt nicht zum Zug. „Ich weiß auch nicht, woran es liegt. Ich muss jetzt weiter an mir arbeiten, dranbleiben und dann bin ich überzeugt, dass meine Chance wieder kommen wird“, sagt der junge Verteidiger im Gespräch mit der Schweizer Tageszeitung Blick.
90 Minuten gegen Luxemburg
Dennoch zeigt sich Ogbus im Dress der Schweizer U-21-Nationalmannschaft optimistisch. Unter Trainer Alexander Frei durfte er beim 5:0 gegen Luxemburg in der EM-Qualifikation durchspielen. „Es hat mir gutgetan, wieder Spielminuten zu bekommen. Es hat Spaß gemacht, einfach wieder Fußball zu spielen. Es ist ein guter Sieg und eine gute Mannschaftsleistung“, betont Ogbus. Die Zeit bei der U-Auswahl erlaubt ihm, Selbstvertrauen zu tanken und im Spielrhythmus zu bleiben.
Dass Ogbus derzeit bei Freiburg nicht zum Zug kommt, hat laut U-21-Coach Frei weniger mit seinen Fähigkeiten als mit der starken Konkurrenz in der Mannschaft zu tun. „Bruno ist ein großartiger Innenverteidiger. Stand heute hat er einfach ein bisschen Pech, dass Freiburg Dritter in der Tabelle ist“, erklärt Frei gegenüber Blick. Er sei im stetigen Austausch mit Freiburg-Trainer Julian Schuster: „Ich weiß, was Julian von Ogbus hält.“
Trotz der schwierigen Situation sieht Frei die Zukunft seines Schützlings optimistisch: „Je mehr er bei uns spielt, desto mehr hilft es ihm, im Spielrhythmus zu bleiben. Bruno hat solch eine Qualität, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er in Freiburg wieder in die Mannschaft kommt.“ Ogbus bleibt ein wertvolles Talent für die Zukunft – sowohl für Freiburg als auch für die Schweizer Nationalmannschaft.

