Seit Wochen kämpft Christopher Olivier um seine Freigabe. Jetzt ist es so weit. Der Rechtsverteidiger darf den VfB Stuttgart verlassen und wechselt nach Kopenhagen.
Schalke und Hannover haben das Nachsehen
Am Ende kommt alles, wie es kommen musste, wie es zu erwarten war. Vor Wochen hatte Christopher Olivier seinen Wechselwunsch bei den Verantwortlichen des Traditionsklubs vom Neckar hinterlegt. Doch Sebastian Hoeneß schob dem Ansinnen des jungen Rechtsverteidigers einen Riegel vor.
Angesichts des verletzungsbedingten Ausfalls von Lorenz Assignon, den eine Schulteroperation bis Ende September ausbremst, sowie des wackeligen Vertrauens in Josha Vagnoman und Leonidas Stergiou, die den Klub möglicherweise noch bis zum Ende der Transferperiode verlassen, sollte sich Olivier in der Vorbereitung zeigen.
Schalke hätte eine Million investiert
Das tat der 20-Jährige auch, der 2022 von AKA Vorarlberg zum Stuttgart kam und zuletzt beim VfB II in der 3. Liga zu den Leistungsträgern gehörte, durchaus zufriedenstellend in den Testspielen. Doch der Wunsch eines Tapetenwechsels blieb, zumal sich mit Hannover 96, Bröndby IF und sogar dem FC Schalke 04 namhafte und reizvolle Alternativen und Perspektiven für den Jungstar auftaten.
Die Niedersachsen boten rund 750.000 Euro Ablöse, der Bundesligaaufsteiger hätte eine runde Million investiert – wie die Dänen jetzt, die früh mit dem Spieler Einigung über einen Transfer erzielt hatten und zuletzt mit dem Ende ihrer Bemühungen drohten, weil sie angesichts des Ligastarts im hohen Norden nicht länger warten wollten beziehungsweise konnten.
Rückkaufoption steigt von fünf auf bis zu 7,5 Millionen
Jetzt hat das Warten ein Ende. Olivier wird am Montag in Kopenhagen den obligatorischen Medizincheck absolvieren und einen Kontrakt bis Ende Juni 2030 unterschreiben. Der VfB sicherte sich zudem eine Rückkaufoption, die bei rund fünf Millionen Euro startet und mit den Jahren bis 7,5 Millionen ansteigt.
Der Österreicher, dem in der Vergangenheit Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick zu einem Wechsel riet, um seine Chancen für die Auswahlmannschaft zu steigern, ist der Wunschspieler von Bröndby-Trainer Thomas Nörgaard. Der 44-Jährige gehört seit dem Aufstieg 2023/24 mit dem kleinen Klub Sönderjyske Fodbold aus Haderslev in Dänemarks Superliga zu den Toptrainern des Landes.

