Kommt er oder kommt er doch nicht? Beim 1. FC Köln warten die Verantwortlichen sehnsüchtig auf Mikey Moore. Trotz auffallender Leistungen für Tottenham stehen die Chancen weiterhin sehr gut – weil starke Vorarbeit geleistet wurde.
Ex-Trainer Röhl schwärmt
Das Warten zieht sich. Und es liegt nicht am 1. FC Köln, dass Mikey Moore noch immer nicht am Geißbockheim aufgeschlagen ist. Bis auf kleine Details, die noch zu klären sind, ist nach kicker-Informationen aber alles klar: Der 19-Jährige von Tottenham Hotspur soll für ein Jahr und ohne Kaufoption an den FC verliehen werden. Daran haben auch die guten Leistungen Moores in der Vorbereitung nichts verändert. Zuletzt traf der Teenager im Test gegen die TSG Hoffenheim (3:0) doppelt.
Es heißt, der FC habe extrem gute Vorarbeit geleistet
Nicht erst jetzt versuchen zahlreiche Klubs nach kicker-Informationen, noch einen Fuß in die Tür zu bekommen bei dem hoch veranlagten Briten. Jedoch, so heißt es: Köln habe extrem gute Vorarbeit geleistet, Geschäftsführer Thomas Kessler, Kaderplaner Tim Steidten und auch Trainer René Wagner haben Moore in persönlichen Gesprächen vom Wechsel in die Bundesliga überzeugt.
So habe sich trotz der aktuellen Entwicklungen weder etwas an den Plänen der Spurs noch bei Moore, der in Köln den nächsten Entwicklungsschritt machen möchte, geändert. Der Deal mit dem FC soll über die Bühne gehen, sobald in den kommenden Tagen hochkarätige Spieler für die Außenbahn verpflichtet werden. ManCitys Savinho und Liverpools Cody Gakpo sind die Kandidaten.
Welchen Spieler bekäme dann der FC? Experten sind überzeugt, dass Moore schon jetzt das Zeug hat, über eine ganze Bundesliga-Saison eine prägende Rolle zu spielen. Auch Moores Ex-Trainer ist schwer angetan vom Offensivmann. Danny Röhl (jetzt RB Salzburg) coachte den jungen Fußballer in der vergangenen Saison bei den Glasgow Rangers und schwärmt gegenüber dem kicker: „Er ist vom Teenager zum Mann geworden. Ein super Typ, klar im Kopf und brutal ehrgeizig. Er hat das Gewinner-Gen in sich.“
„Er ist schwer zu greifen, will auch unter höchstem Druck immer den Ball.“ (Trainer Danny Röhl über seinen ehemaligen Spieler Mikey Moore)
Moore absolvierte unter dem deutschen Trainer 36 Pflichtspiele, in denen ihm sieben Tore und zwei Vorlagen gelangen. Wo sieht Röhl, der Moore vom Potenzial her mit dem früheren Kölner Florian Wirtz (jetzt Liverpool) vergleicht, am stärksten? „Linker Halbraum, zwischen den Linien“, beschreibt es der 37-Jährige, auch rechts könne er spielen – so wie gerade gegen Hoffenheim. Oder auch im zentralen Raum, wo sich Moore mitunter tief die Bälle holen kann. „Er ist schwer zu greifen, will auch unter höchstem Druck immer den Ball, er hat sich auch physisch stark verbessert.“
Fähigkeiten, die sich der 1. FC Köln zunutze machen möchte. Obwohl Moore bei Tottenham die Zukunft gehört, ist es fraglich, wie viel Spielzeit er tatsächlich bekommen kann in der Premier League und den Pokalwettbewerben. Die Chance, in der Bundesliga weiter zu reifen, will der Spieler ergreifen. Der FC hofft, dass sich das Warten auf das englische Toptalent schon bald auszahlt. Am 1. Spieltag trifft Köln übrigens auf Hoffenheim – Mikey Moore wäre also bestens vorbereitet …

