Der Kapitän ist wieder an Bord: Beim Test gegen Ligakonkurrent Bremen kehrte der 28-Jährige per 35-Minuten-Einsatz zurück in die Mannschaft. Diese wird unterdessen auf Leihbasis mit einem U-20-Juniorennationalspieler weiter aufgewertet.
Nicht der erste Zugang aus Hoffenheim
Das dritte Viertel gehörte am Samstag ihm: Beim Viermal-35-Minuten-Test am Samstag gegen den künftigen Ligakonkurrenten Werder Bremen (2:2) mischte Felix Götze wieder eine Zeit lang mit. Die bisherige Vorbereitung hatte der Kapitän des SC Paderborn 07 wegen einer Reizung der linken Achillessehne weitgehend nur individuell arbeiten können. Nach drei Trainingseinheiten in der vergangenen Woche nun das Comeback.
„Nach so langer Zeit und bei diesem Wetter war es nicht einfach“, so der 28-Jährige hinterher. „Aber es hat Spaß gemacht und es sollte jetzt schnell gehen. Das war der erste Schritt.“ Der Return-to-play-Plan sah für Götze diesmal rund 30 Minuten Einsatzzeit vor. Dafür, dass es vor dem Pflichtspielstart am 23. August (Pokal bei Regionalligist Phönix Lübeck) schon am kommenden Wochenende beim Härtetest gegen einen noch zu nennenden Bundesligisten für 60 Minuten reicht, spricht vieles. „Das ist nicht direkt meine Entscheidung. Aber ich fühle mich wieder gut. Dem Körper geht es gut und ich habe Bock, auf dem Platz zu stehen.“
Gute Spielidee, guter Plan – Zuversicht vor dem Start
Mit viel Sorgfalt hatte der Abwehrspieler sich auskuriert. „Ich wollte mich in der langen Vorbereitungsphase nicht in größere Probleme hineinspielen, zumal ausreichend viel Zeit ist.“ Es habe vielleicht eine Woche länger gedauert, als er es erhofft habe. „Aber Hauptsache ist, dass ich schmerzfrei bin und jetzt wieder auftrainieren kann.“
Ob er rechtzeitig zum Start bei den gewünschten 100 Prozent sein kann, bleibt freilich offen. Auch wenn die von seinem Team über weite Strecken stark geführte Partie gegen Werder Lust auf mehr gemacht hat. „Schon geil, dass wir uns so viele Chancen erspielt haben“, so Götze. „Jetzt müssen wir daran arbeiten, noch mehr daraus zu machen. Wir haben eine gute Spielidee, einen guten Plan und die nötige Ruhe. Wenn wir es schaffen, das so auf den Platz zu bringen, bin ich sehr guter Dinge.“
Die Abwehr-Dreierreihe, in der Götze für den mittleren Part infrage kommt, stand auch ohne den Routinier zuletzt in den Tests und auch schon in der Relegation am Ende der vorigen Saison recht stabil. Was auch Götzes Stellvertreter Tjark Scheller, der von Ralf Kettemann explizit gelobt wurde, zu verdanken war. Vielleicht kommt es zu einem für den Trainer wünschenswerten Konkurrenzkampf um den Platz in der Startelf. „Ich weiß, was ich drauf habe, und werde einfach Gas geben“, kündigt Götze an und hebt die Kollegialität und das Verständnis im Team untereinander hervor: „Wir haben Automatismen, kennen uns alle schon recht lange. Das hilft. Ein paar Neue sind dazugekommen. Sie haben sich nahtlos eingefügt, was bei uns auch sehr einfach ist.“
Sommer-Zugang Nummer 3 aus Hoffenheim
Den Beweis für Letzteres kann in der neuen Woche ein weiterer Zugang antreten. Mit Deniz Zeitler, einem 19-jährigen U-20-Nationalspieler, verstärken sich die Paderborner wie angekündigt auf der offensiven, in diesem Fall linken Flügelposition. Der gebürtige Ingolstädter, der auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, kommt zunächst für eine Saison auf Leihbasis.
Er ist nach Torhüter Nahuel Noll (ebenfalls ausgeliehen) und Mittelfeldakteur Luka Duric bereits der dritte Spieler aus Hoffenheim, der in diesem Sommer den Weg zu den Ostwestfalen findet. In deren Reihen befindet sich mit Laurin Curda sogar noch ein weiterer Ex-TSG-Akteur, Trainer Kettemann arbeitete zudem 2019/20 als Co-Trainer der dortigen „Zweiten“.

