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„Ich weiß, woran ich bin“: Maina will in Köln erneut angreifen

Die Spielminuten von Linton Maina beim 1. FC Köln halbierten sich in der vergangenen Saison. An einen Abgang dachte er dennoch nie. Der Flügelstürmer fühlt sich gut, spürt Vertrauen von René Wagner und möchte es zurückzahlen.

Treffer gegen San Sebastian

Die Laune bei Linton Maina war naturgemäß gut, als er nach dem 2:1 gegen Real Sociedad die Mixed Zone betrat. Der Flügelstürmer hatte noch am Vortag, im ersten Test gegen die Spanier (2:0), als Joker einen Elfmeter verschossen. Seine Startelf-Chance aber nutzte er, um auf sich aufmerksam zu machen.

Und das nicht nur wegen seines Treffers, der die Kölner schon nach fünf Minuten in Führung brachte. Begünstigt durch einen Wackler von Yangel Herrera kam Maina an den langen Ball von Isak Johannesson, umkurvte den Torwart und schob locker ein. „Ich habe spekuliert, geschaut und dann natürlich ein bisschen Glück gehabt. So war es eigentlich einfach“, beschrieb Maina sein Tor.

Maina fühlt sich in eingerückter Rolle „sehr wohl“

Auch im weiteren Verlauf blieb der 27-Jährige der nominell als rechter Flügel begann, umtriebig, zog immer wieder in die Mitte und war auch mal links zu finden. „Said ist im Eins-gegen-eins gut, deshalb bleibt er links ein bisschen breiter. Und ich probiere, Anschluss im Zentrum zu halten und wenn die Pässe lang auf Ragy (Ache, Anm. d. Red.) kommen, da zu sein“, erklärte Maina seine Rolle. „Ich fühle mich sehr wohl auf der Position ein bisschen eingerückter. Wenn man an der Linie klebt, muss man natürlich warten, bis der Ball kommt. So habe ich das Gefühl, dass ich etwas mehr am Spiel teilnehmen kann.“

Das tat er und zeigte, dass mit ihm nach seiner bislang schwächsten Saison im FC-Trikot noch zu rechnen ist. Nur rund 1000 Bundesliga-Minuten spielte Maina im Vorjahr, in den drei Saisons zuvor waren es immer mindestens 1900. Zwischendurch bremste ihn ein Rippenbruch aus, insgesamt kam er 15-mal von der Bank und durfte lediglich neunmal beginnen. Seine Ausbeute von zwei Toren und zwei Assists blieb stark ausbaufähig – besonders nachdem er 2024/25 noch 14 Scorerpunkte zum Aufstieg beigesteuert hatte.

Abgang? „Diese Bedenken hatte ich noch nie“

So kamen bereits erste Spekulationen über einen Abgang auf. Doch davon will Maina nichts wissen. „Ich gehe nicht davon aus, dass ich gehe. Ich hatte diese Bedenken auch noch nie“, untermauerte der gebürtige Berliner seine Ambitionen, in Köln, wo er sich „extrem wohl“ fühlt, noch einmal anzugreifen. Dort steht er im Konkurrenzkampf mit Jan Thielmann um die Position auf dem rechten Flügel – vorausgesetzt der FC legt personell nicht mehr nach.

„Ich weiß, woran ich bei René bin“, sagte Maina über seine Rolle. „Er hat mir gesagt, dass er mit mir zufrieden ist, dass ich es gut mache und vor allem, dass wir es gut machen als Team.“ Schon ab seiner Ankunft 2022 trainierte er anderthalb Jahre unter Wagner, der damals noch Assistent von Steffen Baumgart war. „Wir verstehen uns gut und ich hoffe, dass ich ihm das Vertrauen, das er nicht nur mir, sondern uns allen gibt, irgendwie zurückzahlen kann.“

Nach der Übernahme von Wagner als Cheftrainer war Maina im Schlussspurt der letzten Saison fünfmal Joker, durfte zweimal beginnen. Eine Torbeteiligung gelang ihm in dieser Zeit noch nicht. Doch er arbeitet intensiv daran, dass sich das bald ändert.

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