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Löcher in der Kette: Dortmunds Sorgen ganz hinten

Nun auch Filippo Mane: Borussia Dortmund muss auf immer mehr Innenverteidiger verzichten. Vor dem Auftakt in der Champions League wird die Auswahl kleiner.

Mane fehlt wohl einige Wochen

Der Wechsel war fast wie ein kleines Rätsel, das Niko Kovac allen Beobachtern der Partie von Borussia Dortmund bei der TGS Hoffenheim stellte. Für den verletzten Innenverteidiger Filippo Mane kam zu Ende der ersten Hälfte nicht etwa positionsgetreu Luca Reggiani in die Partie, sondern Last-Minute-Neuzugang Ethan Nwaneri, gelernter Offensiver.

Der Brite, vom FC Arsenal ausgeliehen, wurde bei aller Flexibilität aber nicht in der Dreierkette eingesetzt, sondern neben Konstantinos Karetsas in der Kreativ-Schaltzentrale, wo er direkt den späten Siegtreffer erzwang. Für ihn rückte Maximilian Beier auf die linke Schiene, Daniel Svensson von dort schließlich in die Innenverteidigung. Kovac musste puzzeln, das wurde klar.

„Wir müssen manchmal ein bisschen zaubern“, nannte es der Trainer selbst nach dem Spiel. Die Maßnahme, den Schweden erneut in die Innenverteidigung zu stellen, ging wie schon zum Auftakt gegen den Hamburger SV auf. Sie zeigt aber auch, wie eng der BVB aktuell in der Dreierkette besetzt ist.

Kapitän Emre Can wird nach seinem Kreuzbandriss noch einige Wochen fehlen, Nico Schlotterbeck hat vor wenigen Tagen zumindest das erste Mal mit Ball trainiert und dürfte nach der langen Länderspielpause wieder ein Kader-Kandidat sein. Mane wird mit einer erneuten Muskelverletzung zunächst fehlen, bei Ramy Bensebaini besteht immerhin die Hoffnung, dass er zum Champions-League-Start am Dienstag gegen den FC Villarreal (21 Uhr, LIVE! bei kicker) zurückkehren kann.

Dreieinhalb Ausfälle für einen ohnehin nicht üppig besetzten Mannschaftsteil – optimal ist das angesichts des Blocks von aktuell sechs Spielen in drei Wochen nicht. „Das ist ärgerlich“, bewertete Kovac die erneute Muskelverletzung von Mane, der sich in der Vorbereitung nah an die erste Elf gespielt hatte und nun zum wiederholten Male wegen einer ähnlichen Blessur fehlt.

Musterprofi mit Problemen

„Er ist wirklich ein Musterprofi, aber der Körper spielt bei ihm immer wieder verrückt“, urteilte Kovac: „Das sind schon sehr viele Muskelverletzungen. Wir müssen schauen, was die Ursache ist. Daran arbeiten wir, wir haben es schon bisschen reduziert, aber es ist trotzdem noch nicht optimal.“

Zumal die dauerhaften Umstellungen nicht unbedingt die defensive Stabilität erhöhen. In Hoffenheim hatte die Dortmunder Abwehr in jeder Konstellation Probleme mit der Spielweise der Gastgeber und deren hohen Druck. Vor allem Joane Gadou erwies sich in seinem zweiten Liga-Spiel als stellenweise überfordert. Er wird in den kommenden Wochen weiter an der Adaption und an der Kondition arbeiten können, mangels Alternativen ist der Franzose gesetzt. Bei den Nebenleuten muss sein Coach noch ein bisschen zaubern.

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