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Heckings Vorbereitung mit Landesgartenschau – und kleiner Spitze: „Vielleicht sind sie morgen Abend traurig“

Für den VfL Wolfsburg steht am Montagabend die Bundesliga-Zugehörigkeit auf dem Spiel. Cheftrainer Dieter Hecking spielt seine ganze Erfahrung aus und gibt sich entspannt. Nur in einem Punkt konnte sich der Routinier eine kleine Spitze nicht verkneifen.

VfL-Coach bleibt betont gelassen

Die Ausgangslage ist klar: Der VfL Wolfsburg muss am Montagabend beim klassentieferen SC Paderborn irgendwie einen Sieg davontragen, um in der Bundesliga zu bleiben. Andernfalls wären die Wölfe erstmals seit 1997 wieder zweitklassig. „Ich bin lange genug dabei. Ich habe alles gesagt. Es ist genau so gekommen. Es wird jetzt das Endspiel sein, wir haben immer auf diesen Tag hingearbeitet“, sagte Dieter Hecking, ohne jedoch in übertriebenen Pathos zu verfallen.

Ganz im Gegenteil: Betont gelassen gab sich der 61-Jährige: „Wir sind, so wie es sein muss, in einer guten mentalen Verfassung. Wir haben ganz locker trainiert und keine großen Ausschläge gehabt. Solche Spiele, wie sie jetzt anstehen, muss man so nehmen, wie sie sind. Wir wollten das Finale, jetzt haben wir es.“

Anpassungen in Sachen Positionierungen

Dem Hinspiel wollte Dieter Hecking dabei wenig Bedeutung beimessen. „Es war nicht unser bestes Spiel. Das muss man ganz klar sagen. Das war weniger Paderborn geschuldet, wir selbst haben ein paar Dinge gemacht, die wir so in den letzten Wochen nicht gemacht haben“, erklärte er. „Das haben wir mit der Mannschaft besprochen, sie hat das selbst auf dem Feld gemerkt, aber sie hat in dem Moment nicht die richtigen Lösungen gefunden.“

Konkret sei es um Positionierungen in verschiedenen Spielphasen gegangen. Folglich werde es kleine Anpassungen geben, die der VfL-Coach – na klar – aber nicht detailliert verraten wollte. Sein Team jedenfalls soll bestens vorbereitet sein für alle Eventualitäten ab Anpfiff. Denn, das ließ sich Hecking vor seiner eigenen Pressekonferenz am Sonntag noch übermitteln, sein Gegenüber, Paderborns Coach Ralf Kettemann, habe ja öffentlich erklärt, mit den eigenen Ballbesitz-Passagen nicht zufrieden gewesen zu sein. „Das verstehe ich“, so Hecking lapidar. „Das zeigt aber auch, dass wir gar nicht so viel falsch gemacht haben.“

„Ralf Kettemann weiß genau, wenn er die Räume öffnet, werden sie Probleme kriegen.“ (Dieter Hecking)

Die große Frage sei nun, ob Paderborn im eigenen Stadion die Herangehensweise neu justiere. Aber: „Ralf Kettemann weiß genau, wenn er die Räume öffnet, werden sie Probleme kriegen. Jetzt werden wir sehen, wie sie es angehen. Wenn er mutig ist und uns die Räume gibt … okay, dann wird es das Spiel werden.“ Er erwarte aber eher eine Fortsetzung der Verhältnisse des Hinspiels, sprich: gestaffelte Paderborner, die es Wolfsburgs Offensive erstmal schwer machen wollten. „Am Ende, glaube ich“, so Hecking mit Blick auf Kettemann, „dass er sagen wird: Je länger das Spiel dauern wird, umso mehr spielt es in unsere Karten.“

Heckings kleine Spitze

Überhaupt werde in Paderborn die Partie ja als „Spiel des Jahres“ vermarktet. „Ist doch klar, dass sie jetzt alle Mann ins Boot holen wollen“, so Hecking weiter. Und er habe ja auch allgemein Stimmen überall vernommen, die Wolfsburg den Abstieg wünschen: „Sollen sie alle reden. Vielleicht sind sie morgen Abend traurig.“

Er selbst habe auch Aufmunterung und gute Wünsche erhalten – bei einem Besuch auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf, die er mit der ganzen Familie dem Pokalfinale am Samstagabend vorgezogen hatte. Für ihn eine optimale Ergänzung in der Vorbereitung auf das eigene Relegationsspiel 48 Stunden später. „Ich denke, das muss man auch mal machen. Warum soll ich mein Leben nur wegen eines Spiels umändern? Ich genieße es auch mal, nicht an Fußball zu denken“, so Hecking.

In personeller Hinsicht hat der VfL keine neuen Ausfälle zu verkraften. Hecking ließ sich aber auch in Sachen Startelf nichts entlocken, verriet dafür aber, ob er sich für einen ultimativen Showdown, nämlich das Elfmeterschießen, im Training vorbereitet habe: „Nein, das haben wir nicht geübt.“

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