Zwei Rotsünder brachte die WM hervor, die sich im Dialog mit ihrem Gegenspieler die Hand vor den Mund gehalten hatten. In der Bundesliga wird diese Regelung zur neuen Saison in abgemilderter Form gehandhabt.
DFB bestätigt
Miguel Almiron war konsterniert, als ihm der Referee beim WM-Spiel gegen die Türkei (1:0) in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs die Rote Karte zeigte, weil sich Paraguays Offensivspieler im Dialog mit Mert Müldür die Hand vor den Mund gehalten hatte. Das war beim Turnier verboten – ob sich Almiron nicht eingehend genug mit dem Regelwerk beschäftigt hatte? Genau wie Ecuadors Piero Hincapie, der wegen desselben Vergehens vom Platz flog?
Für die Bundesliga wird diese Sanktion nicht in dieser Form gelten, sondern es soll „nur“ die Gelbe Karte geben, wenn ein Spieler bei einem Wortgefecht mit dem Gegner den eigenen Mund mit der Hand bedeckt. Dies ist eine der Entscheidungen und Neuerungen, die die DFB-Schiedsrichter-GmbH um Geschäftsführer Knut Kircher und die sogenannte Kommission Fußball der Bundesliga getroffen haben und die der DFB der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage bestätigt hat.
Bereits im Februar hatte die internationale Fußball-Regelbehörde IFAB bei ihrer Jahreshauptversammlung mehrere Neuheiten beschlossen.
Kein VAR-Eingriff bei Eckballentscheidung
Bei der WM konnte der VAR eindeutig falsche Eckballentscheidungen korrigieren, so lange dies keine ausschweifende Verzögerung nach sich zog. In der Bundesliga wird dies nicht so gehandhabt, es wird vom VAR diesbezüglich keine Überprüfung oder einen Eingriff geben.

