Im Grunde war es schon beschlossene Sache: Nach nur einem Jahr sollte Ritsu Doan Eintracht Frankfurt wieder verlassen und sich Al-Ittihad anschließen. Doch dann kam es zur Rolle rückwärts.
Zwischen den Vereinen war schon alles klar
Eigentlich war alles klar. Eintracht Frankfurt und Al-Ittihad hatten sich geeinigt, die Modalitäten waren besprochen, die Transfer-Vereinbarungen ausverhandelt. Als sich nur noch Ritsu Doan zu einem Wechsel nach Saudi-Arabien bekennen musste, zerschlug sich der Wechsel des Außenbahnspielers aber doch noch.
Was die FAZ als Erstes berichtet hat, deckt sich mit kicker-Informationen: Aus persönlichen Gründen möchte Doan nicht zu Al-Ittihad wechseln. Details zur Kehrtwende sind bislang noch nicht bekannt. Klar war am Montagabend nur: Doan geht nicht nach Nahost – und der Eintracht gehen 17 Millionen Euro durch die Lappen.
Der Japaner war in Frankfurt ohnehin auch in der gerade angelaufenen Bundesliga-Saison als ebenso feste Größe eingeplant, wie er es schon vorige Runde war. Weil die Hessen aber genötigt sind, in diesem Transfersommer noch Einnahmen zu erzielen, hatten sie sich dazu durchgerungen, Doan nach Saudi-Arabien zu verkaufen. Eine Idee, für die sie auch in Kauf genommen hätten, vier Millionen Euro weniger zu kassieren, als sie vor gut einem Jahr an den SC Freiburg überwiesen.
In Freiburg zu einem prägenden Bundesligaspieler aufgestiegen
Vor seiner Eintracht-Zeit hatte Doan drei Jahre lang im Breisgau gespielt und sich in dieser Zeit zu einem prägenden Bundesligaspieler entwickelt. Brachte es der Japaner in seinen ersten beiden Saisons auf jeweils elf Scorerpunkte, so waren es 2024/25 bereits 18. Eine Zahl, die Frankfurt aufhorchen ließ.
Die SGE verpflichtete Doan und stattete ihn mit einem Fünfjahresvertrag aus. In seiner ersten Saison brachte er es dann auf fünf Tore und ebenso viele Assists. Damit blieb der emsige und flinke Flügelspieler zwar unter den Erwartungen – wenn die Eintracht in ihrer verkorksten Vorsaison mal gewann, hatte Doan aber meist seine Füße im Spiel. Nun sollte er unter dem neuen Trainer Adi Hütter wieder zur Stärke alter Freiburg-Tage zurückfinden, doch dann landete das Angebot von Al-Ittihad auf dem Schreibtisch von Sportvorstand Markus Krösche.
Weil die SGE in diesem Sommer Geld einnehmen muss, es bislang aber nicht gelungen ist, andere Abgänge über die Bühne zu bringen, kam bei der Personalie Doan Dynamik hinein. Die Eintracht erkannte die Gelegenheit, eine zweistellige Millionensumme einzustreichen, muss nun aber umdenken.

