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Elversberg legt ein zweites Mal Einspruch gegen Wagners Sperre ein

Muss die SV Elversberg gegen den FC Bayern auf Trainer Vincent Wagner verzichten? Nachdem der erste Einspruch gegen die Gelb-Rote-Karte aus dem Gladbach-Spiel abgewiesen wurde, versuchen es die Saarländer erneut.

Verhandlung am Freitag

Dass der FC Bayern München am kommenden Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) als Elversberg-Jäger ins Saarland fährt, ist für SVE-Coach Vincent Wagner ähnlich surreal wie die Aussicht, dass er bei diesem Spitzenspiel höchstwahrscheinlich nicht auf der Trainerbank sitzen darf.

Der Grund: Wagner hatte beim 4:3-Sieg in Gladbach nach einer Einwurf-Fehlentscheidung, die Schiedsrichter Martin Peterson nach dem Spiel auch eingeräumt hatte und durch die die SVE in Rückstand geraten war, aus „stillem Protest“, wie der Coach sagt, das Spielfeld betreten und war dafür mit Gelb verwarnt worden. Sein Versuch, in der Halbzeitpause ruhig und ohne Aggression den Schiedsrichter zu kontaktieren, wurde prompt mit Gelb-Rot geahndet.

Da der Einspruch gegen die durch die Ampelkarte bedingte Sperre des Trainers verworfen wurde, weil das DFB-Sportgericht „keine Anhaltspunkte für einen offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters“ sah, wie es auf der Homepage des DFB heißt, hat die SVE erneut Einspruch eingelegt. Der Fall geht in die nächste Instanz und muss nun am Freitag ab 12 Uhr vor dem DFB-Bundesgericht verhandelt werden.

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass dort die automatische Sperre aufgehoben wird, juristisch sehr gering ist, hat Wagner zumindest noch ein Fünkchen Hoffnung, beim größten Spiel seiner bisherigen Karriere doch auf der Bank sitzen zu dürfen. „Warum auch nicht? Die Bilder sprechen doch eine schöne Sprache. Die Leute mögen sich anschauen, was vor dem Platzverweis war, und das mit der Urteilsbegründung übereinanderlegen und dann ist doch alles entspannt.“

Entspannt ist der 40-Jährige auch für den Fall, dass er nicht an der Seitenlinie stehen darf: „Pascal Bieler wird das Spiel stellvertretend für mich leiten, unterstützt von Mike Frantz. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass wir das ohne mich nicht geregelt kriegen“, setzt Wagner sein volles Vertrauen in seine Co-Trainer – nicht ganz ohne Selbstironie: „Nur wenn es immer ohne mich funktioniert, muss ich mir Gedanken machen.“

„Wir haben eine Chance wie ein Schneeball in der Wüste. Das Schöne ist: Auch in der Wüste hat’s schon mal geschneit.“ (Vincnt Wagner über das Spiel gegen den FC Bayern)

Das Konzept, mit dem Elversberg nach Leverkusen und Gladbach auch die Bayern ärgern will, hat Wagner mit seinem Team jedenfalls schon ausgetüftelt: „Schalke hat ja gezeigt, dass man das mit einem geilen Plan vielleicht sogar schaffen kann“, nimmt der Chefcoach Schalkes 0:0 als Vorbild, dämpft gleichzeitig aber auch die Euphorie: „Die Bayern sind einfach extrem gut. Wir haben eine Chance wie ein Schneeball in der Wüste.“ Ganz chancenlos sieht der Coach die SVE aber trotzdem nicht: „Das Schöne ist: Auch in der Wüste hat’s schon mal geschneit.“

Trotz des Trubels um seine Person wirkt der 40-Jährige zumindest nach außen gewohnt locker – selbst beim Blick auf den Spieltag, an dem er von 30 Minuten vor bis 30 Minuten nach dem Spiel keinen Kontakt zur Mannschaft haben darf: „Mein Tagesablauf wäre so wie immer, mit dem einzigen Unterschied, dass ich eine halbe Stunde vor dem Spiel entspannt Richtung VIP-Bereich gehe. Und dann darf man auch mal loslassen und sich freuen auf das, was man dann sieht.“

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