Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Für rund neun Millionen Euro: HSV holt Fabio Vieira zurück

Der Hamburger SV wurde für seinen geduldigen Poker in diesem Sommer belohnt: Fabio Vieira wechselt nach der Leihe in der Vorsaison fest an die Elbe.

Vertrag bis 2030

Auf diesen Namen hatten die HSV-Fans sehnsüchtig im Transfer-Sommer gewartet – und kurz vor Toreschluss lieferten ihn die Verantwortlichen: Fabio Vieira kehrt nach seiner erfolgreichen Leih-Saison 2025/26 an die Elbe zurück und unterzeichnete einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2030. An Stammverein Arsenal überweisen die Hamburger rund neun Millionen Euro.

„Fabio ist ein Fußballkünstler im besten Sinne – ein Spieler, der über herausragende technische Fertigkeiten verfügt und mit seinem Ballgefühl Zuschauer verzaubern kann. Dies hat er in der vergangenen Bundesliga-Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, wird Sportvorständin Kathleen Krüger zitiert. „Umso höher ist es einzustufen, dass sich ein Spieler dieser Qualität ganz bewusst für unseren Weg entschieden hat und es uns als Klub bereits im zweiten Jahr nach dem Aufstieg gelungen ist, ihn fest an den HSV zu binden. Das ist alles andere als selbstverständlich und ein starkes Zeichen für unsere Entwicklung.“

Den bemerkenswerten Transfer kann sich Claus Costa auf seine Fahne schreiben. Der Hamburger Sportdirektor ließ zunächst die festgeschriebene Kaufoption in Höhe von 22 Millionen Euro verstreichen, ehe er auch Arsenals Folgeforderung von 18 Millionen Euro abblockte.

Costas Rechnung geht auf

Anschließend war Geduld gefragt. Doch Costas Rechnung ging auf: Bevor die Londoner ganz leer ausgegangen wären und einen Profi hätten behalten müssen, für den sie keine Verwendung haben, ließen sie sich nun doch auf den Deal ein. Fabio Vieira wollte ohnehin zum HSV zurückkehren. Krüger stellt auch deshalb ein „Riesenkompliment“ an Costa sowie Trainer Merlin Polzin und besonders Finanzvorstand Dr. Eric Huwer aus: Der Transfer des Portugiesen wäre „ohne die fantastische Arbeit der vergangenen Jahre auf der wirtschaftlichen Seite unter der Führung von Eric gar nicht möglich gewesen“, so Krüger.

Costa selbst sprach auch einen „ausdrücklichen Dank“ an den FC Arsenal und Sportdirektor Andrea Berta aus. „Unsere Gespräche waren lösungsorientiert und stets von gegenseitigem Respekt gekennzeichnet“, heißt es in der Vereinsmitteilung.

„Ich wusste von Anfang an, dass für mich die Möglichkeit bestehen könnte, wieder hierherzukommen“, wird Fabio Vieira zitiert. „Ich habe gespürt, dass sich der HSV sehr um mich bemüht hat. Jetzt bin ich wieder hier und kann es kaum erwarten, wieder loszulegen.“ Mit welcher Rückennummer er dies tun wird, steht noch nicht fest.

Das 0:2 in Dortmund zum Bundesliga-Auftakt legte offen, dass auf der offensiven Halbposition gerade die Kreativität des Portugiesen an allen Ecken und Enden fehlte. Sommer-Neuzugang Martin Adeline konnte damit im Signal-Iduna-Park nicht dienen.

Gemeinsam mit Albert Grönbaek hat Fabio Vieira hingegen fraglos das Potenzial, die Mannschaft in diversen Bereichen ihres Spiels auf ein neues Qualitätslevel zu heben. Das soll sich möglichst schnell entfalten – schon am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wartet das erste Heimspiel der Saison gegen den 1. FSV Mainz 05.

Wie wichtig Fabio Vieira für den HSV werden kann, hat er in der vergangenen Saison eindrucksvoll nachgewiesen: In seinen 29 Bundesliga-Einsätzen (25 davon von Beginn an) erzielte der leichtfüßige 26-Jährige sieben Tore und bereitete fünf weitere vor (kicker-Notenschnitt 3,61). Eine Statistik wird Fabio Vieira dagegen nicht ausbauen wollen: Er flog in der Bundesliga bereits zweimal vom Platz.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5