Hinter dem Debüt von Last-Minute-Einkauf Guela Doué am Samstag gegen Union Berlin steht ein Fragezeichen. Nichtsdestotrotz dürfte Trainer Carles Martinez die Abwehr umbauen, deren Zusammensetzung in Elversberg nicht passte.
Neuer Rechtsverteidiger nicht im Teamtraining
So groß die Freude der Leverkusener Fans über die Verpflichtung von Guela Doué am Deadline Day – aufgrund der Qualität des ivorischen Nationalspieler absolut zurecht – war, so unsicher ist es, ob der neuen Rechtsverteidiger am Samstag in der Partie gegen Union Berlin sein Debüt für den Double-Gewinner von 2024 feiern wird. Fehlte der 23-Jährige, für den Bayer 04 30 Millionen Euro Ablöse an Racing Straßburg überweist, doch am Mittwoch im Mannschaftstraining der Bundesligisten.
Doué arbeitete nur abseits der Mannschaft
Der WM-Teilnehmer, der bereits am Samstag bei Straßburgs Ligue-1-Spiel im Aufgebot fehlte, arbeitete wie der muskulär angeschlagene Martin Terrier individuell mit Athletiktrainer Daniel Jouvin. So bleiben Doué bestenfalls zwei Einheiten bis zum Samstag, sodass es – anders als bei dem ebenfalls am gestrigen Dienstag verpflichteten Rechtsaußen Moussa Diaby – unwahrscheinlich ist, dass Trainer Carles Martinez den Verteidiger direkt für die Startelf nominiert.
Dabei hat der Spanier nach der 2:3-Auftakt-Niederlage bei der SV Elversberg gute Argumente, die Viererabwehrkette umzubauen. Dies dürfte aber auch geschehen, wenn Doué nicht für die Anfangsformation bereit ist. So trainierte der eigentliche Innenverteidiger Jarell Quansah, der den schwachen Lucas Vazquez in Elversberg in der 55. Minute als Rechtsverteidiger ersetzte, am Mittwoch außen in der Viererkette. Doch dies dürfte nicht die einzige Änderung im Abwehrverbund bleiben.
Medina winkt das Startelf-Debüt in der Bundesliga
Winkt doch Sommer-Einkauf Facundo Medina sein Startelf-Debüt in der Bundesliga. Der argentinische Vize-Weltmeister, der in Elversberg ebenfalls kurz nach der Halbzeit eingewechselt wurde, fungierte in der Mittwochseinheit meist als Partner von Kapitän Edmond Tapsoba im Abwehrzentrum, links war Miguel positioniert, der diesen Part auch in Elversberg innehatte.
Der spanische Linksverteidiger wird so wohl der einzige Abwehrspieler sein, der seine Position aus der Startformation vom Wochenende behält. Agierte doch Tapsoba, der in der Partie beim Aufsteiger als linker Innenverteidiger begann, halbrechts im Abwehrzentrum, um für Linksfüßer Medina wie am Samstag dessen Idealposition freizumachen, wenn dieser nicht als Außen-, sondern als Innenverteidiger eingesetzt wird.
Der Abwehr-Umbau erfolgt anders als erhofft
Martinez wird seine Abwehr, die er in Elversberg alles andere als ideal zusammengestellt hatte, umbauen – allerdings anders als es sich viele Bayer-Fans erhofft hatten, nämlich ohne den neuen Rechtsverteidiger Doué.

