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Atubolus Umweg zur Eintracht: „Es sind Sachen passiert, die gehen nicht“

Die Wechselpläne von Noah Atubolu bestimmten seit Monaten die Schlagzeilen. Erst im letzten Moment bot sich bei Eintracht Frankfurt die Möglichkeit, den Platz auf der Freiburger Tribüne noch zu verhindern. Vier Tage nach seinem Debüt für die Hessen äußerte sich der Torhüter erstmals detailliert zu den Vorgängen.

Die neue Nummer 1 über die vergangenen Monate

Die Wechselpläne der Freiburger Nummer 1 waren seit Monaten bekannt. Doch die Umsetzung ließ auf sich warten – bis die Uhr irgendwann bedrohlich tickte. Mitte August hatte Noah Atubolu dann die Schnauze voll. Seine Berateragentur Epic Sports setzte er nach falschen, nicht eingelösten Versprechen vor die Tür. Um zu verhindern, dass ihm mindestens ein verlorenes Halbjahr auf der Tribüne des SC Freiburg droht, der mit Mio Backhaus längst einen Nachfolger verpflichtet hatte, nahm er sein Glück selbst in die Hand – und wurde in Frankfurt fündig: Es öffnete sich der goldene Ausweg aus einer verzwickten Lage.

Schon zwei Tage nach seiner Vertragsunterschrift gab der 24-Jährige sein Debüt für die Hessen. An diesem Mittwoch, vier Tage nach dem 3:3 bei Union Berlin, äußerte sich Atubolu erstmals ausführlich zu den Geschehnissen und dem, was jetzt folgen soll. Dabei sprach er über …

… seinen Start in Frankfurt:

„Es war brutal schnell, wie alles verlaufen ist. Ich bin am Donnerstag hierhergefahren, dann waren am selben Tag die Medizintests, die Unterschrift und zack hieß es: Ich stehe am Samstag in der Startelf. Ich hatte erst am Freitag das erste richtige Training mit der Mannschaft, habe die Jungs kennengelernt und dann sind wir direkt nach Berlin geflogen. Es ging alles so schnell, dass ich gar nicht richtig nachdenken konnte. Um ehrlich zu sein, habe ich genau auf den Moment sehr lange gewartet und ich war sehr froh, einfach wieder das zu tun, was ich liebe: auf dem Platz zu stehen und Fußball zu spielen.“

… über die Ereignisse der letzten Monate:

„Es ist viel passiert nach dem Europa-League-Finale, das ja mein letztes Spiel war. Der Sommerurlaub war nicht so genussvoll, wie er hätte sein können. Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen, aber es war keine einfache Zeit und es ist ja kein Geheimnis, dass Sachen passiert sind, die nicht gehen.“

… die Lehren aus dieser Zeit:

„Ich habe gelernt: Das Beratergeschäft ist das eine. Das andere sind die Leute, die wirklich immer für einen da sind, Familie und Freunde. Das habe ich zu schätzen gelernt.“

… über den Klub Eintracht Frankfurt:

„Ich bin glücklich, hier sein zu können, weil es ein geiler Verein ist. Ich mag den Verein, der vielleicht jetzt in der Momentaufnahme durch die letzte Saison nicht da steht, wo er eigentlich sein sollte. Aber wenn wir die Saison davor nehmen und die Titel, die sie hier gewonnen haben in den letzten Jahren, dann ist es ein sehr, sehr großer Verein. „

… über sein erstes Heimspiel am Sonntag gegen Augsburg:

„Ich habe richtig Bock, hier zu sein. Schon die Spiele mit Freiburg hier haben Spaß gemacht, weil es einfach eklig ist. Es ist eines der lautesten Stadien in Deutschland und einfach richtig groß. Daher freue ich mich, das erste Mal hier mit dem Adler auf der Brust zu spielen.“

… über den Umgang mit ihm in Freiburg:

„Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, wie das abgelaufen ist. Die Reaktionen in der Mannschaft, dem Trainerteam und auch von den sportlichen Leitern, waren unfassbar gut. Ich glaube, dass es bei vielen Vereinen nicht so wäre. Ich habe Freiburg immer in meinem Herzen, ich habe zwölf Jahre dort gespielt und es wird immer ein Teil meiner Karriere bleiben. Ich habe noch am letzten Tag mit den Spielern dort etwas unternommen. Es sind einfach richtig gute Leute dort im Verein und ich wünsche ihnen nur das Beste.“

… über die Perspektiven in der Nationalmannschaft:

„Mir war der Schritt hierher auch wichtig, weil ich einfach spielen wollte. Damit steht und fällt alles. Ich versuche mich sehr stark auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, ich muss erst mal angekommen. Ich hatte zuvor noch nie den Verein gewechselt, darauf liegt jetzt der Fokus. Die Nationalmannschaft ist dann ein Bonus – und für jeden ein Traum, dort spielen zu dürfen. Ich durfte schon zweimal dabei sein und es hat mir riesigen Spaß gemacht. Die Karten werden jetzt neu gemischt, aber ich probiere erst mal hier gut anzukommen und einfach gute Leistungen zu bringen.“

… über die ferne Zukunft:

„Das kann ich jetzt noch nicht beantworten. Ich bin vor sechs Tagen angekommen, da ist es schwer jetzt darüber zu denken, hier eine Ära zu prägen. Wenn ich Trappo sehe, wie er das hier über Jahre gemacht hat, finde ich das unfassbar. Wo mein Weg hingehen wird, kann ich nicht nach sechs Tagen sagen.“

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