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Baldé bringt dem HSV eine Millionensumme

Beim HSV galt Fabio Baldé zwei Jahre lang als Versprechen, zumeist aber regierte der Konjunktiv, weil das Eigengewächs zu selten in der nötigen körperlichen Verfassung war. Jetzt steht der 21-Jährige unmittelbar vor dem Sprung zu Racing Straßburg.

Eigengewächs vor Wechsel nach Straßburg

Dienstag und Mittwoch hatte Fabio Baldé beim Mannschaftstraining im Volkspark gefehlt, obwohl er nach auskurierter Blessur eigentlich wieder einsteigen sollte. Zuvor hatte er auf Instagram beinahe alle Beiträge mit HSV-Bezug gelöscht. Nachdem er seit Wochen als Wechselkandidat gegolten hatte, war dies der nächste konkrete Hinweis auf einen bevorstehenden Abschied. Nun vermeldete die Bild, dass der Youngster bereits im Flieger nach Frankreich sitzt.

Das Problem des Eigengewächses war die geringe Verfügbarkeit

Baldé gilt als hochveranlagt, zeigte seine Qualitäten vor allem immer wieder in Portugals U-20-Nationalmannschaft, wurde während des Sommers auch immer wieder mit portugiesischen Klubs in Verbindung gebracht. Nun heißt das Ziel Ligue 1 und Straßburg – und das soll dem HSV eine stattliche Ablösesumme einbringen. Weil der Vertrag des gebürtigen Hamburgers bis 2029 gültig ist, stehen bis zu sieben Millionen Euro im Raum.

Klar ist: Ein derartiger Erlös wäre ein gutes Geschäft durch Sportdirektor Claus Costa, denn: Trotz seines Potenzials war Baldé in dieser Spielzeit nicht als Stammkraft eingeplant. Grund dafür ist keineswegs mangelnde Wertschätzung durch das Trainerteam um Merlin Polzin, sondern die Schwankungen beim Talent und dessen geringe Verfügbarkeit.

In der abgelaufenen Spielzeit kam er nur auf 16 Einsätze, absolvierte lediglich drei von Beginn an und spielte 440 Minuten. Während der laufenden Vorbereitung bestritt er kein einziges Testspiel, stieg während des zweiten Trainingslagers im österreichischen Längenfeld wieder ein und nach wenigen Tagen wieder aus – im Anschluss an einen Trainingsdisput mit Nicolas Capaldo und Yussuf Poulsen.

Die beiden Routiniers hatten lautstark Baldés Ernsthaftigkeit im Rückwärtsgang eingefordert, der Youngster aber uneinsichtig reagiert. Die Episode aus Österreich wird, den erfolgreichen Medizincheck vorausgesetzt, als letzte in Baldés HSV-Geschichte eingehen.

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