Spekulationen um einen Wechsel in La Liga hat Alejandro Grimaldo selbst oft genug angeheizt. Jetzt soll Atletico Madrid den Linksverteidiger als erste Option ausgemacht haben. Noch hat Bayer 04 ein gutes Argument, ruhig zu bleiben. Die Frage ist, wie lange dieses Bestand hält.
Spanier angeblich Kandidat neben Cucurella
Berichte über eine Heimkehr von Alejandro Grimaldo in Spaniens La Liga stellen so etwas wie Folklore dar. Gibt es sie doch mindestens in und um jede Transferperiode herum immer wieder. Meist, weil Leverkusens spielmachender Linksverteidiger, der bislang nur in Portugal und Deutschland in der 1. Liga aktiv war, in seinen Interviews mit spanischen Journalisten keinen Hehl daraus macht, dass es ein großes Ziel von ihm sei, in seiner Karriere auch einmal in Spaniens höchster Spielklasse zu kicken.
Grimaldo soll Atleticos Alternative zu Cucurella sein
Beunruhigen musste dies die Leverkusener Macher bislang nicht, weil Grimaldo diesen Wunsch schon bei seinem Wechsel unters Bayer-Kreuz im Sommer 2023 formuliert hatte. Doch Anfragen oder besonders konkrete Angebote von einem der drei spanischen Top-Klubs, Barca, Real und Atletico Madrid, hat es nie gegeben. Und nur dieses Trio aus La Liga könnte wohl das Paket aus Ablöse und Gehalt für Grimaldo (Vertrag bis 2027) stemmen.
Doch jetzt berichtet der hoch angesehene italienische Transfer-Experte Matteo Moretto, dass Atletico Madrid Grimaldo auf seiner Wunschliste für die kommende Saison habe. Auf dieser soll zwar Marc Cucrella (27) ganz oben stehen. Doch die Preisvorstellungen des FC Chelsea erschweren die Verhandlungen für die Colchoneros. Und da Cucurella aufgrund seines Pakets aus Ablöse und Gehalt deutlich kostenaufwendiger wäre, habe Atletico auch Grimaldo kontaktiert.
Bei Bayer weiß man nur von Atleticos Werben um Cucurella
In Leverkusen gehen sie mit dem Thema bislang gelassen um. Zum einen, weil sich noch niemand aus Madrid bei Bayer wegen Grimaldo gemeldet hat. Zum anderen, weil das Werben von Atletico um Cucurella den Verantwortlichen seit geraumer Zeit bekannt ist.
So geht man bislang davon aus, dass Grimaldo den Atletico-Machern aktuell wohl nur dazu dient, Chelsea zu signalisieren, dass man auch eine Alternative besitzt, und die Engländer deshalb nicht maßlos pokern sollten. Stellte Grimaldo aber tatsächlich die Alternative zu Cucurella dar, müsste Bayer das erste Mal bezüglich seines spanischen Leistungsträgers alarmiert sein.
Bietet ein Top-Klub, würde Bayer nicht kategorisch Nein sagen
Wenn nämlich einer der drei spanischen Top-Klubs konkret wird und eine hohe Ablöse für Grimaldo bietet, der nur noch ein Jahr an Bayer 04 gebunden ist und im September 31 Jahre alt wird, dann würde es vom Werksklub kein kategorisches Nein zu einem Transfer des absoluten Musterprofis geben. Würde man dem WM-Teilnehmer, den man im Idealfall sogar langfristig behalten möchte, diese Chance, zu einem europäischen Schwergewicht in seine Heimat zu wechseln, doch nicht grundsätzlich verbauen wollen.

