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WM-Hoffnung lebt: Amiri trifft für Mainz und sammelt Argumente

„Niemals aufgeben“ – das ist das Motto von Mainz 05. Beim Ausscheiden in der Conference League in Straßburg (0:4) war davon jedoch wenig zu spüren. Dafür umso mehr beim Spiel in Mönchengladbach. Auch dank Rückkehrer Nadiem Amiri.

Nächstes Elfmeter-Tor

In der Schlussphase drängten die Gäste immer stärker auf den Ausgleich und belohnten sich schließlich mit einem Elfmetertor in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 1:1-Endstand.

Nadiem Amiri, der nach einer fünfwöchigen Verletzungspause sein Comeback in der Startelf gab, sollte eigentlich nur 60 Minuten spielen, doch Trainer Urs Fischer ließ ihn bis zum Abpfiff auf dem Platz. „So wie das Spiel lief, konnte ich ihn nicht runternehmen. Er musste wirklich auf die Zähne beißen“, sagte Fischer.

Während der 29-Jährige zum Elfmeter anlief, drehte sich der Trainer wie gewohnt ab. Er kann nicht hinschauen und registriert an den Reaktionen auf der Bank, ob der Ball im Tor landet oder danebengeht. „Nadiem hat souverän verwandelt“, stellte der Coach fest, nachdem er die Szene im Fernsehen gesehen hatte.

Nur Kane verwandelt noch mehr Elfmeter

Amiri ist für seine eiskalte Ausführung von Strafstößen bekannt. In dieser Bundesliga-Saison war es bereits der achte Elfmeter, den er verwandelte. Auf mehr kommt laut Elfmeterstatistik nur noch Bayerns Harry Kane. Im Fall von Amiri kommen zwei weitere aus der Conference League hinzu. In der Bundesliga erzielte die Mainzer Nummer 10 elf Saisontore; inklusive DFB-Pokal und Conference League sind es sogar 16.

„Nach der heftigen Niederlage hat die Mannschaft Charakter gezeigt“, lobte Fischer. Drei Tage vor dem 1:1 in Gladbach war Mainz 05 im Viertelfinal-Rückspiel der Conference League bei Racing Straßburg mit einer 0:4-Niederlage sang- und klanglos ausgeschieden.

Mit dem Tor zum 1:1 am Sonntagabend sammelte Amiri Pluspunkte für ein Comeback in der Nationalmannschaft. Bei den jüngsten Länderspielen fehlte er wegen einer Fußsohlenverletzung. Während Amiri wieder fit ist, muss Dortmunds Felix Nmecha wegen einer Knieverletzung pausieren. Dadurch steigen Amiris Chancen, doch noch auf den WM-Zug aufzuspringen.

„Ich probiere, die Quote weiter zu verbessern.“ (Nadiem Amiri zu seinem WM-Chancen)

„Ich wünsche niemandem eine Verletzung. Ich glaube, dass ich bis jetzt alles dafür getan habe, um eine Chance zu haben, dabei zu sein. Ich gehe nicht davon aus, dass es Julian aufgrund von sechs, sieben Spielen bewertet. Ich probiere weiter, in jedem Spiel mein Bestes zu geben und die Quote weiter zu verbessern. Am Ende des Tages sehen wir, ob es reicht“, beschreibt Amiri sein Vorgehen.

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