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Der andere Werder-Wartestand bei Coulibaly und Backhaus

Mit Karim Coulibaly und Mio Backhaus hat der SV Werder Bremen zwei heiße Aktien im Kader – die schneller gehandelt werden könnten als jene in jüngerer Vergangenheit.

Noch keine Leihspieler-Gespräche

Und plötzlich stehen die Zeichen gut, dass Werder Bremen auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen wird. Vier eingefahrene Punkte aus den vergangenen zwei Spielen, während die Konkurrenz ihre Partien im gleichen Zeitraum nicht sonderlich erfolgreich gestaltete, haben die über Wochen durchaus bedrohliche Lage an der Weser deutlich entschärft.

Der letzte Schritt zur Rettung könnte bereits am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! beim kicker) gegen Augsburg gemacht werden. Dann wäre Werder aller (auch selbst formulierten) Prognosen zum Trotz eben doch nicht bis zum Schluss dieser verkorksten Saison in den Abstiegskampf involviert. Doch noch ist es nicht so weit.

Keine Gewissheit, keine Gespräche

Und so lange keine einhundertprozentige Gewissheit herrscht, ist das ja auch mit der Planungssicherheit immer so eine Sache, für den Klub – und die Spieler. Selbst bei den aktuell sieben Profis, die nur leihweise bis Saisonende an den Verein gebunden sind, führt die aktuelle Situation dazu, dass noch keine konkreten Gespräche über eine gemeinsame Zukunft darüber hinaus geführt wurden.

Jovan Milosevic, so viel ist bereits klar, würde Werder gerne halten; man wird den Austausch mit Stuttgart suchen. Und Yukinari Sugawara sowie Cameron Puertas haben ihren Wert zumindest phasenweise unter Beweis gestellt, bei beiden hätte Werder die Möglichkeit, sie mit einer Kaufoption fest zu verpflichten. Doch die kolportierten Ablösesummen wären für Bremer Verhältnisse üppig, rund zehn Millionen Euro für Puertas, etwa sechs für Sugawara. Wäre da also nur eine Variante „Entweder-oder?“ denkbar?

Das Werder-Warten bei den heißen Aktien

Eine Frage, der man am Osterdeich aktuell noch ausweicht. Weil in diesem Transfersommer eben vieles davon abhängen wird, was auf der Abgangsseite passiert. Wieder mal. Bereits im Vorjahr war es so, dass für die Bremer lange Zeit nicht abzusehen war, ob ein Romano Schmid oder ein Jens Stage oder womöglich beide den Verein verlassen würden. Letztlich blieben für das Duo konkrete Angebote aus – auch ein Punkt, weshalb Werder wiederum lediglich zu Leihgeschäften finanziell imstande war.

In der bevorstehenden Wechselperiode schätzt man diese Form des Wartestands hingegen anders ein, weil die Bremer mit Karim Coulibaly und Mio Backhaus weitaus heißere (jüngere) Aktien im Kader haben – die besser und schneller zu handeln wären?

Welche Größenordnung haben Gebote?

Das gewachsene Interesse an dem Innenverteidiger bekommt man am Osterdeich allein dadurch mit, wie viele Scouts sich Woche für Woche bei den Bremer Partien auf den Tribünen einfinden – und bei Coulibalys Berater mit Anfragen melden.

Welcher jener interessierten Klubs dann seinen Hut tatsächlich in den Ring werfen wird, ist hingegen noch schwer einzuschätzen: Bislang gab es noch keine konkreten Vorstöße. Und dann ist auch die Frage, in welcher Größenordnung die mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Gebote annehmen werden: 20, 30, 40 Millionen Euro? Beim 18-jährigen Coulibaly dürften insbesondere sein mögliches Potenzial und die damit verbundenen Fantasien diese Range nach seiner ersten Bundesligasaison bestimmen.

Werder geht von Vorstößen bei Backhaus aus

Mit Backhaus, 22, steht aktuell ebenfalls ein noch junger Keeper in seiner ersten Spielzeit als Stammkeeper im Bremer Tor, bei dem man an der Weser von Vorstößen anderer Vereine im Sommer ausgeht. Der Torwartmarkt gilt als speziell – manchmal jedoch wird durch einen fallenden Dominostein schnell eine Welle in Gang gesetzt …

Doch bis das der Fall sein sollte, hängt Werder auch da zunächst gewissermaßen in der Luft. Begünstigend für ein solches Szenario wäre zumindest, dass der Klub mit dem bislang geliehenen Karl Hein einen Nachfolger direkt parat hätte, den man sich auch gut als Nummer eins vorstellen könnte. Beim FC Arsenal unter Vertrag stehenden estnischen Nationalkeeper besitzt der Bundesligist ebenfalls eine Kaufoption (rund drei Millionen Euro), die dem Vernehmen nach wohl bis Mitte Juni gültig sein soll. Kommt bis dahin Bewegung bei Backhaus rein?

Bleibt Backhaus, geht Hein

Falls der deutsche U-21-Nationalkeeper hingegen eine weitere Saison in Bremen bleiben sollte, wird die bisherige Nummer zwei Hein (der seine Reha nach einer Handverletzung in London absolviert) jedenfalls nicht an den Osterdeich zurückkehren. Werder beschäftigt sich demnach auch bereits mit anderen Ersatzkeepern; das Interesse an Florian Kastenmeier hatte Coach Daniel Thioune zuletzt bestätigt.

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