Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

„Wir hatten alles im Griff“: Schlotterbeck schwankt zwischen Stolz, Frust und Enttäuschung

Gegen Werder Bremen war Borussia Dortmund lange Zeit überlegen und führte kurz vor Schluss auch noch mit 2:0. Am Ende reichte das dann aber doch nicht zum Sieg, weil sich Geschichte wiederholte – zumindest fast.

Kovac will kein großes Fass aufmachen

Borussia Dortmund muss sich am Freitag wie im falschen Film gefühlt haben, oder wie im Klassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Am 20. August 2022 hatte der BVB zu Hause gegen Werder Bremen eine 2:0-Führung verspielt und am Ende 2:3 verloren. An diesem Freitagabend lief es dann ähnlich, allerdings reichte es für den BVB nach 2:0-Führung zumindest noch für ein 2:2 und damit einen Punkt. Das änderte aber nichts an der riesigen Enttäuschung, die im Dortmunder Lager nach Abpfiff spürbar war.

„Wenn du bis zur 88. Minute alles richtig machst, dir den Gegner zurechtlegst, viele Chancen hast und dem Gegner dann durch zwei vermeidbare Fehler wieder Leben einhauchst, dann bist du natürlich enttäuscht“, sagte ein ernüchterter Niko Kovac nach Abpfiff bei Sky und stellte fest: „Wir haben das Spiel heute selbst aus der Hand gegeben.“

Enttäuscht war auch Nico Schlotterbeck, der ebenfalls hervorhob, dass man „bis zum 2:0 und der 88. Minute alles im Griff hatte. Wir waren 88 Minuten in der gegnerischen Hälfte. Bremen stand sehr tief und wir haben viel probiert und auch zwei Tore gemacht. Das muss dann reichen. Es hat aber heute nicht gereicht.“ Dennoch war der 26-Jährige auch „stolz auf die Mannschaft“, wie er anmerkte: „Wir haben bis zum 2:1 ein gutes Spiel gemacht. In den ersten 88 Minuten kann ich uns nichts vorwerfen, danach müssen wir es aber besser verteidigen.“

Kovac möchte „kein Drama machen“

Am Ende war es wieder also eines dieser Spiele, das zeigt, dass man im Fußball konzentriert bleiben muss, bis der Abpfiff ertönt. „Solche Spiele gibt es, gab es und wird es immer geben“, sagte Kovac und betonte auch, dass man jetzt kein großes Fass aufmachen möchte. „Wir werden daraus kein Drama machen. Wir haben den Gegner heute 88 Minuten dominiert. Das ein Freistoß reingehen kann, wissen wir – und das man einen Ball mal verliert, das passiert auch.“

Schlotterbeck trauerte den drei Punkten aber dennoch hinter. „Ich hätte gerne das 2:0 genommen und dann wären wir mit 15 Punkten hier raus gegangen. Es ist trotzdem ein Punkt, aber es tut nach dem Spielstand, dem 2:0, trotzdem weh.“

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5