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Pikante Konstellationen: Fans kritisieren Ansetzungen am 33. Spieltag

Dass die Partien am vorletzten Spieltag in der 1., 2. und 3. Liga nicht mehr parallel ausgetragen werden, sorgt unter Fans für Kritik – und für manche delikate Konstellation.

Zerstückelung mit Folgen

„Unsere Kurve“ hat ihre Kritik an den Ansetzungen der vorletzten Spieltage in der 1. und 2. Bundesliga sowie der 3. Liga erneuert. Seit Jahren setzt sich das Fanbündnis dafür ein, dass die Partien am 33. respektive 37. Spieltag parallel ausgetragen werden, wie es bis zur Saison 2019/20 üblich war.

„Es ist nicht nur aus fankultureller Sicht wichtig, dass alle Partien des vorletzten Spieltags gleichzeitig angepfiffen werden, sondern der Fair-Play-Gedanke ist essenziell für die Integrität des Wettbewerbs“, schreibt „Unsere Kurve“ am Dienstag. „Es kommt immer wieder zu Konstellationen, bei denen das Wissen um vorherige Ergebnisse der Konkurrenz die eigenen benötigten Ergebnisse beeinflusst. Wer schon vorher weiß, dass ein bestimmtes Ergebnis nötig ist, um die eigenen Ziele zu erreichen, hat einen Wissensvorsprung.“

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Am 33. Bundesliga-Spieltag ergibt sich vor allem im Tabellenkeller eine pikante Situation, weil der Vorletzte FC St. Pauli bereits am Samstag um 15.30 Uhr bei RB Leipzig antritt, der 16. VfL Wolfsburg aber erst um 18.30 Uhr den FC Bayern empfängt und Schlusslicht 1. FC Heidenheim sogar erst am Sonntag um 17.30 Uhr beim 1. FC Köln gefordert ist.

Theoretisch kann der FCH dadurch bereits vor dem eigenen Auftritt als Absteiger feststehen – wenn St. Pauli und Wolfsburg zusammen mindestens vier Punkte holen -, vor allem aber haben die Wölfe einen Vorteil: Weil sie derzeit nur wegen der knapp besseren Tordifferenz vor St. Pauli liegen und am finalen Spieltag am Millerntor spielen, könnten sie bei einer St.-Pauli-Niederlage in Leipzig schon vor ihrem Duell mit Bayern exakt wissen, wie hoch sie maximal verlieren dürfen, um in der Tabelle vor den Hamburgern zu bleiben. Dann würde ihnen ein Remis am 34. Spieltag genügen, um den Relegationsplatz zu erreichen.

„Ungleiche Voraussetzungen durch unterschiedliche Anstoßzeiten“

Außerdem wäre Heidenheim-Gegner 1. FC Köln bereits vor dem Anpfiff am Sonntag gerettet, sollten weder St. Pauli noch Wolfsburg tags zuvor punkten. Auch die direkten Europapokal-Rivalen SC Freiburg (7., am Sonntag beim HSV) und Eintracht Frankfurt (8., am Freitag beim BVB) spielen an unterschiedlichen Tagen, wobei es für die Breisgauer angesichts des Halbfinalrückspiels in der Europa League an diesem Donnerstag auch keinen anderen möglichen Spieltermin gab.

„Es ist uns gar nicht so wichtig, eine Aussage darüber zu treffen, ob dieses Wissen beflügelt oder lähmt. Entscheidend ist vielmehr, dass durch die unterschiedlichen Anstoßzeiten die Voraussetzungen ungleich sind. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass dieses Wissen Auswirkungen haben kann“, betont „Unsere Kurve“, deren Vorsitzender Jost Peter deshalb fordert: „Zurück zu den zeitgleichen Ansetzungen der Partien des vorletzten Spieltags in den drei Profiligen.“

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