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Bundesliga-Saison gelaufen: DFB sperrt Karazor

Der VfB Stuttgart muss die Mission Champions-League-Qualifikation ohne seinen Kapitän zu Ende bringen. Auch seine Entschuldigung rettete Atakan Karazor nach seiner Roten Karte gegen Hoffenheim nicht.

VfB schließt zu Leverkusen auf

Dass er einen für beide Seiten schmerzhaften Fehler begangen hatte, war Atakan Karazor am Samstag in Sinsheim sofort anzusehen. Der Kapitän des VfB Stuttgart wusste nach eigenen Angaben „direkt“, dass er für seinen Tritt in die Achillessehne von Hoffenheims Stürmer Fisnik Asllani in der 69. Minute Rot sehen und seine Bundesliga-Saison damit beendet sein würde.

Am Dienstag bestätigte das DFB-Sportgericht die Vorahnung: Karazor, der sich während und nach dem Spiel bei Asllani entschuldigte („Da konnte er wieder lachen“), wurde für seine erste Rote Karte im 165. Bundesliga-Spiel für die noch ausstehenden Partien gegen Bayer 04 Leverkusen am Samstag und bei Eintracht Frankfurt (16. Mai, beide 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gesperrt. Der VfB muss den wackelnden Traum von der Champions-League-Qualifikation ohne seinen Sechser verwirklichen, der gegen die TSG auch sonst keine guten Tag erwischte.

Weil die Teamkollegen zu zehnt nach 1:3-Rückstand noch ein spätes 3:3 holten und nun auf den direkten Konkurrenten Leverkusen treffen, hat der VfB zwar auch nach dem Abrutschen auf den fünften Platz noch alles in der eigenen Hand. Den Großteil des Auftritts werteten aber die Verantwortlichen unisono als „Warnschuss“.

Wie Karazor die finalen Minuten in den Katakomben erlebte

„Ich habe drin weitergeschaut. Und als das Tor dann gefallen ist – der Fernseher war ein paar Sekunden später dran – habe ich natürlich gehofft, dass es für uns gefallen ist. Und dann war’s so“, berichtete Karazor über die dramatische Schlusssequenz mit Tiago Tomas‘ Last-Minute-Treffer und bedankte sich: Die Moral sei „unglaublich“ gewesen.

Karazor kann erst am 23. Mai wieder ausgeruht eingreifen, wenn in Berlin das DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern ansteht. Nur logisch also, dass er mit einem Lächeln klarstellte: „Für mich kommt nicht infrage, in den Urlaub zu fliegen oder so.“ Er werde die Mannschaft auch ohne Spielberechtigung voll unterstützen.

Der VfB, der mit seiner 82. Roten Karte in der Bundesliga-Geschichte mit Leverkusen gleichzog, könnte Karazors Ausfall gegen Bayer und in Frankfurt mit Chema als Nebenmann für Angelo Stiller auffangen. Gegen die TSG ließ Trainer Sebastian Hoeneß den 21-jährigen Spanier allerdings bis zum Schluss auf der Bank.

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