Mit der Verpflichtung von Ole Book als neuem Sportdirektor will Borussia Dortmund künftig verstärkt junge Spieler mit Entwicklungspotenzial und wirtschaftlicher Aussicht verpflichten. Der erste Profi dieser Kategorie deutet sich bereits an.
Abwehrspieler mit Potenzial
Obwohl die aktuelle Bundesliga-Saison noch zwei Spieltage andauert, wirft der Transfersommer seine Schatten bereits voraus. Im Falle von Borussia Dortmund geht es dabei um Joane Gadou. Der erst 19-jährige Innenverteidiger steht aktuell bei RB Salzburg unter Vertrag, soll aber vom BVB für eine Sockelablöse im Bereich von 20 Millionen Euro aus seinem bis 2029 laufenden Arbeitspapier herausgekauft werden.
Die erste Meldung von Sky diesbezüglich deckt sich mit kicker-Informationen.
Weitere Notwendigkeiten für den Deal – Medizincheck, Unterschrift unter einen langfristigen Vertrag – stehen noch aus.
Eine Reaktion auf Süle, Anselmino und Can
Der aus Aubervilliers/Paris stammende Gadou, der mit vollem Namen Kouakou Henry-Joane Aaron Aimerick Gadou heißt, ist ab 2020 in der Jugend von Paris Saint-Germain ausgebildet worden und hat 2024 den Schritt nach Salzburg gewagt. In der österreichischen Bundesliga kommt das 1,95 Meter große Abwehrtalent auf 40 Einsätze – zwölf davon in der Meisterrunde. Vier Auftritte im Pokal, vier in der Champions-League-Quali und deren sieben in der Europa League runden seine bisherigen A-Team-Nachweise ab.
In Dortmund erfüllt Gadou nun genau das Profil, das sich der Klub mit dem neuen Sportdirektor Ole Book auf die Fahne geschrieben hat – jung, talentiert und mit der wirtschaftlichen Aussicht versehen, dem BVB bei erfolgreicher Weiterentwicklung hohe Ablösesummen bei einem Weiterverkauf zu generieren. Der französische U-Nationalspieler wäre, sollte der Transfer durchgehen, die erste Book-Verpflichtung bei den Schwarz-Gelben in diese Richtung.
Obendrein deckt Gadou mit seinem Spielerprofil auch eine Zone im BVB-Konstrukt ab, die Bedarf sieht. Schließlich verlässt Innenverteidiger Niklas Süle die Borussen im Sommer. Zudem ist der aktuell an einer Oberschenkelverletzung laborierende Aaron Anselmino erst Anfang des Jahres von seinem Arbeitgeber Chelsea aus Dortmund abgezogen und direkt zu Racing Straßburg ausgeliehen worden, während Kapitän Emre Can trotz Vertragsverlängerung erst noch einen Reha-Prozess nach seinem Ende Februar gegen den FC Bayern erlittenen Kreuzbandriss absolvieren muss.

