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Nicht unbedingt sexy: Thiounes Werder-Fokus bleibt unverändert

Lieber Punkte statt Komplimente: So geht der SV Werder Bremen ins letzte Saisonfünftel – vorerst, wie Coach Daniel Thioune andeutet.

Noch nichts zu holen gegen Top 5

Etwa 48 Stunden bleiben Daniel Thioune, um den nach den Länderspielreisen einiger Profis wieder komplett versammelten Kader des SV Werder Bremen auf das Heimspiel gegen RB Leipzig vorzubereiten – mit einigem „Input“, der am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) „sehr, sehr wichtig werden könnte“, erklärte der Cheftrainer.

Der Tabellenvierte mit dem Bremer Ex-Trainer Ole Werner zählt ja zur Riege jener Mannschaften aus den aktuellen Top 5 der Bundesliga, gegen die Werder in dieser Saison bislang komplett leer ausgegangen ist: sowohl in Sachen Punkte als auch erzielter Tore.

Ein Fakt, der Thioune im Vorfeld nicht geläufig war. Was dazu führt, dass sich der 51-Jährige umso mehr „auf diese Herausforderung“ gegen „diesen Gegner“ freut: „Weil es einfach zeigen kann, wie weit wir uns in den letzten Wochen gemeinsam entwickelt haben.“

„Wir haben ordentlich gespielt, aber …“

Drei Siege aus den vergangenen vier Spielen belegen zumindest mal einen erfolgreicheren Trend. Fußballerisch wiederum waren die Auftritte nicht immer überzeugend – was im Abstiegskampf jedoch auch nicht immer erforderlich ist, wie bereits den Reaktionen nach dem jüngsten 1:0-Sieg in Wolfsburg zu entnehmen war.

„Ich mache jetzt auch keinen Hehl daraus, dass diese Partie nicht das oberste Regal war inhaltlich“, bekräftigte Thioune und machte einmal mehr deutlich, dass der Fokus als Tabellen-14. sieben Spieltage vor Saisonende zunächst einmal nur auf dem Einfahren weiterer Punkte liegt – und nicht dem Erhaschen von Komplimenten.

Thioune: „Dann darf es dreckig sein“

„Als ich gekommen bin, haben wir phasenweise ordentlich gespielt, aber keine Ergebnisse erzielt“, erinnerte der Werder-Coach. Andersherum sei es ihm in der aktuellen Situation mit lediglich vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz mittlerweile deutlich lieber: „Wenn Fußball schön aussieht und erfolgreich ist, das ist dann wahrscheinlich schon ziemlich sexy“, so Thioune: „Aber am Ende des Tages geht es für mich erstmal darum, dass Fußball erfolgreich ist.“

Werder wolle nun mal „mit aller Macht diese Liga halten“, betonte der Cheftrainer: „Und dann darf es auch ein Arbeitssieg sein, dann darf es dreckig sein.“ Es gehe darum, „zusammenzuhalten, zusammenzustehen und auch den Widrigkeiten zu trotzen, wenn es mal ein bisschen lauter wird“.

Thioune zeigt Perspektive auf

Dem fußballerischen Fortschritt könne man sich dann besser widmen, sobald das Saisonziel in trockenen Tüchern sei: „Wenn das passiert ist, werden wir vielleicht auch ein bisschen mehr von der Idee sehen können, wie ich mir Fußball vorstelle.“ Und weiter: „Wie die Wahrscheinlichkeit vielleicht auch erhöht wird, noch erfolgreicher zu sein.“

Eine Art Perspektive also, die Thioune über das Saisonende andeutete – sofern es ein Happy End, den Klassenerhalt, gibt. Andernfalls besäße Werder auch ein Kündigungsrecht im Vertrag mit dem Cheftrainer.

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