Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

„Möchte kein Gejammere hören“: Wie Schuster Rückkehrer Yilmaz einplant

Berkay Yilmaz soll beim SC Freiburg eigentlich zwei Konkurrenten hinten links Dampf machen – unter anderem dem Kapitän. Bisher lief der Rückkehrer aber auf der Doppelsechs auf. Trainer Julian Schuster macht dazu klare Ansagen.

Viel Konkurrenz für den Linksverteidiger

Es ist eine Entscheidung auf Grundlage großer Überzeugung. „Das ist eine Leihe, über die man sich freut“, sagte Klemens Hartenbach über die beiden Saisons, in denen der Freiburger Fußballschüler Berkay Yilmaz bei Zweitligist 1. FC Nürnberg als Stammkraft gereift ist. Der Sport-Club hat den Linksverteidiger im Mai mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet und einen klaren Plan mit dem 21-Jährigen.

„Die drei Jungs sollen sich im besten Sinne sportlich um die Spielanteile kabbeln“, meinte Hartenbach schon vor gut drei Monaten mit Blick auf den Rückkehrer, der hinten links in Konkurrenz zu Kapitän Christian Günter und Jordy Makengo treten soll.

„Solche Spieler willst du einfach in deinen Reihen haben.“ (Julian Schuster über Berkay Yilmaz)

Auch Julian Schuster war nach dem Trainingsauftakt voll des Lobes über Yilmaz, dessen Weg er bis zum Abschied nach Nürnberg 2024 als Verbindungstrainer beim SC begleitet hatte: „Berkay ist ein toller Junge aus der Fußballschule. Er bringt so viel Ehrgeiz und Fleiß mit, hat sich in Nürnberg durchgekämpft und gegen erfahrene Spieler auf seiner Position durchgesetzt. Solche Spieler willst du einfach in deinen Reihen haben.“

„Im einen oder anderen Punkt hinten anstellen“

In den beiden bisherigen Freiburger Testspielen gegen Derby County (3:1) und Greuther Fürth (0:3) dieser Sommervorbereitung ist Yilmaz allerdings jeweils in der zweiten Spielhälfte auf der Doppelsechs aufgelaufen. Was ist der Hintergrund dieser Maßnahme?

„Berkay kann ich mir auch auf drei, vier anderen Positionen vorstellen, wo er seine Qualitäten einbringen kann, gerade wenn du drei Spieler auf einer Position hast“, sagt Schuster und zeigt die Hierarchie auf: „Natürlich ist er der Herausforderer der anderen zwei, der sich in dem einen oder anderen Punkt hinten anstellen muss.“

Yilmaz solle den positionsfremden Einsatz positiv auffassen. „Ich finde, es ist absolut eine Qualität von Berkay, dass er auf unterschiedlichen Positionen spielen darf. Deshalb habe ich ihm da auch klar kommuniziert, dass ich da kein Gejammere hören möchte“, macht Schuster klare Ansagen, schiebt aber auch einordnend hinzu: „Vom Gejammere sind wir aber auch sehr weit entfernt.“

Der 21-jährige Deutsch-Türke habe im Training beim Elf-gegen-elf auch schon als Rechtsverteidiger überzeugt. „Aufgrund seiner Qualitäten hat er eine hohe Flexibilität; und das muss auch er selbst als große Stärke sehen“, betont Schuster.

Da ein Makengo-Wechsel zumindest nicht ausgeschlossen erscheint, wäre die Frage zu klären, ob auch nach Ende der Transferphase drei etatmäßige Linksverteidiger im SC-Kader stehen. Zumal Rechtsverteidiger Philipp Treu zum Ende der vorigen Saison in den wichtigen Spielen links aufgelaufen war und dort weiterhin eingesetzt werden kann, wenn Lukas Kübler rechts fit und in Form ist. „Das kann ich so jetzt nicht sagen“, meinte Schuster vorige Woche. Die aktuelle personelle Konstellation könne allerdings auch bestehen bleiben – „auch wegen der Flexibilität von Berkay“, so Schuster.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5