Der Hamburger SV hat am Donnerstag seinen Jahresabschluss veröffentlicht und das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Gewinn von 8,1 Millionen Euro abgeschlossen. Das bedeutet das fünfte positive Ergebnis in Folge.
Geschäftsjahr endet mit einem Gewinn von 8,1 Millionen
Jahrelang war der HSV eines der großen Sorgenkinder des deutschen Fußballs, hatte über mehr als eine Dekade hinweg rote Zahlen geschrieben. Nun verkündeten die Hanseaten das fünfte Plus in Folge, nach 4,4 Millionen Euro im Vorjahr sind es dieses Mal 8,1 Millionen. Dazu kommt noch ein weiterer herausragender Erfolg.
„Das zeigt, welche wirtschaftliche Kraft wieder im HSV steckt“
Mit 182,1 Millionen Euro erzielten die Hamburger den höchsten Umsatz der Vereinsgeschichte und steigerten diesen im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent. Zur Einordnung: Den bislang höchsten Umsatz hatte der HSV mit 161,2 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2008/09 erzielt, seinerzeit spielte er in der Bundesliga um den Titel mit, stand zudem sowohl im DFB-Pokal als auch im UEFA-Cup jeweils im Halbfinale.
Die wirtschaftliche Positiv-Entwicklung wird auch mit Blick auf das Eigenkapital deutlich. Dies stieg auf 87,5 Millionen, die Eigenkapitalquote liegt nach 29,9 Prozent im Vorjahr nun bei 45,5 Prozent. Zum Vergleich: In der Abstiegs-Saison 2017/18 lagen die Finanzverbindlichkeiten bei 62,1 Millionen und die liquiden Mittel bei 2,3 Millionen. Seit diesem Geschäftsjahr stehen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 16,8 Millionen Euro liquide Mittel in Höhe von 50,5 Millionen gegenüber.
Nicht nur der Aufstieg war entscheidend für das Wachstum
Vorstand Eric Huwer konstatiert zufrieden: „Die finanzielle Stabilität ist die Bedingung für sportliche Handlungsfähigkeit auch in schwierigen Phasen. Der Club steht heute wirtschaftlich auf einem sehr stabilen Fundament und ist bundesligatauglich.“ Der Saarländer leitet aus dem Erreichten gleichzeitig eine Verpflichtung ab: „Aus dieser Position heraus wollen wir die nächsten Entwicklungsschritte gehen – hanseatisch mutig, sportlich ambitioniert, infrastrukturell vorausschauend und weiterhin mit finanzieller Disziplin.“
Wichtig ist für Huwer die Erkenntnis, dass nicht allein die Bundesliga-Rückkehr im Sommer 2025 das Wachstum ermöglicht hat. „Jeder Aufstieg bedeutet höhere Erlöse. Aber entscheidend ist, was man daraus macht.“ Das bedeutet: Fünf von sechs Erlösbereichen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr angewachsen. Die kommerzielle Ertragskraft, der Umsatz ohne Transfer- und TV-Einnahmen, stieg auf knapp 135 Millionen Euro. „Knapp drei von vier Euro verdienen wir inzwischen außerhalb von Medienrechten und Transfers“, erklärt Huwer, „das macht uns robuster gegen Schwankungen, denen jeder Bundesligist ausgesetzt ist. Es zeigt, welche wirtschaftliche Kraft inzwischen wieder im HSV steckt.“

