Bleibt er? Oder geht er? Eric Martel gab am Donnerstag persönlich die Antwort und schob einen Riegel vor einen möglichen Sommer-Abgang. Eine Verlängerung des bis 2026 gültigen Vertrags soll es vorerst allerdings auch nicht geben.
Kein Wechsel, aber auch noch keine Verlängerung
Aus Kölns Trainingslager in der Steiermark berichtet Dennis Zaremba
Die Zukunft von Eric Martel beim 1. FC Köln ist vorerst geklärt. Nach einem Gespräch mit Sportdirektor Thomas Kessler am Mittwoch sprach der U-21-Nationalspieler Donnerstag zur Presse und bekannte sich – zumindest vorerst – klar zum FC. „Stand jetzt habe ich keine Ambitionen zu gehen“, sagte Eric Martel angesprochen auf einen möglichen Sommer-Abgang.
„Ich will schauen, wie sich das Ganze entwickelt“
Bei nur noch einem Jahr Vertragslaufzeit gab es zuletzt Spekulationen rund um einen möglichen vorzeitigen Wechsel, die AC Florenz fiel als möglicher Interessent. „Die Jungs machen immer ein paar Späße, aber es gibt viele Gerüchte, da darf man nicht allem Glauben schenken“, betonte Martel und stellte klar: „Der FC würde gerne mit mir verlängern. Ich habe jetzt aber erstmal gesagt, dass ich die Hinrunde abwarten will. Ich will schauen, wie sich das Ganze hier entwickelt. Dann werden wir uns noch mal zusammensetzen und drüber reden.“ Eine Verlängerung schließt Martel zu einem späteren Zeitpunkt keineswegs aus.
Worauf es für ihn im nächsten halben Jahr ankommt? „Es muss mir persönlich einfach ein gutes Gefühl geben. Wir haben jetzt sehr viele neue Leute, egal ob Spieler, Trainer oder auch Thomas Kessler, mit dem die Sportdirektor-Position neu besetzt wurde. Ich muss einfach spüren, dass sich was entwickelt, dass wir erfolgreichen Fußball spielen“, erklärte Martel und gab sich gleich optimistisch. „Ich glaube, die neuen Jungs haben sich echt gut eingegliedert. Wir sind aber auch eine Mannschaft, in der man sich relativ schnell wohlfühlt. Auch vom neuen Trainerstab habe ich noch nichts schlechtes gehört und ich selbst habe ein gutes Gefühl dabei.“
Martel setzt Hoffnungen in Kwasnioks Spielidee
Konkret hofft der Abräumer, dass seine Mannschaft künftig spielstärker wird. „Wir haben in den letzten zwei Jahren eher weniger Lösungen mit Ball gefunden. Ich glaube, da müssen wir uns auf jeden Fall weiterentwickeln. Mit der neuen Spielidee kann das ganz gut funktionieren“, schilderte Martel, der erst im Trainingslager eingestiegen war und zwischenzeitlich mit Rückenproblemen hatte pausieren müssen, seinen ersten Eindruck von Lukas Kwasnioks Ansatz.
Mit dem Coach stand er bereits während der U-21-Europameisterschaft in Kontakt und weiß, was auf ihn zukommt. „Er erwartet von mir, dass ich mehr Verantwortung übernehme und weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft bin“, gab Martel einen Einblick. „Damit kann ich mich sehr anfreunden.“ Bleibt lediglich abzuwarten, ob er das auch in einem halben Jahr noch kann.

