Ein Jahr lang zögerte Eric Martel mit seiner Vertragsverlängerung beim 1. FC Köln, nun steht sein Abgang fest. Die Geißböcke bestätigten am Sonntagabend entsprechende kicker-Informationen.
Entscheidung im Vertragspoker
Der Poker hat nach mehr als einem Jahr ein Ende. Rund 24 Stunden nach dem 1:5 des 1. FC Köln gegen den FC Bayern verkündeten die Geißböcke den Abschied von Eric Martel und bestätigten damit entsprechende kicker-Informationen. Wohin es den 24-Jährigen zieht, steht derweil noch nicht fest.
Bereits im vergangenen Sommer hatte der FC seinem Sechser ein unterschriftsreifes Vertragsangebot unterbreitet, doch Martel zögerte. „Ich muss spüren, dass sich was entwickelt, dass wir erfolgreichen Fußball spielen“, sagte er damals im Sommer-Trainingslager. Doch trotz des Ende Juni auslaufenden Arbeitspapiers spürte Martel offenbar keine Eile, seine Zukunft zu regeln.
Neue Dynamik um Martel denkbar
Im Januar nahmen Martel und Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler erneut Vertragsverhandlungen auf, allerdings zu reduzierten Konditionen. Zu schwankend waren die Leistungen des ehemaligen Kapitäns der deutschen U-21-Auswahl, zu selten überzeugte Martel. In der laufenden Saison stehen ein kicker-Notenschnitt von 3,59 sowie zwei Tore und zwei Vorlagen bei 31 Einsätzen in seiner Statistik.
„Wir standen mit Eric in den vergangenen Wochen und Monaten in engem, regelmäßigem Austausch und haben ihm ein faires sowie wertschätzendes Angebot unterbreitet“, sagte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler.
Nun fiel Martels Entscheidung allerdings gegen die Domstädter aus: „Das respektieren wir. Wir bedanken uns bei Eric ausdrücklich für seinen Einsatz in den zurückliegenden vier Jahren beim 1. FC Köln und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute“, sagte Kessler.
Wohin es Martel zieht, ist noch nicht bekannt. Dass es Interessenten für ihn gibt, ist unbestritten. Allerdings waren wirklich attraktive Angebote bisher wohl noch nicht darunter – weshalb Martel zögerte. Nun könnte sich angesichts der ablösefreien Situation allerdings eine neue Dynamik um den 90-maligen Bundesligaspieler entwickeln.
Für den FC bedeutet das, mindestens zwei Sechser verpflichten zu müssen. Ein neuer defensiver Mittelfeldspieler hätte ohnehin auf der Einkaufsliste gestanden. Nun dürfte ein zweiter dazukommen. Angedacht ist, neben einem defensiv orientierten Spieler noch einen mit einem offensiveren, spielstärkerken Profil zu verpflichten.

