Nach Atalanta Bergamo und dem FC Chelsea ist in dieser Woche auch Juventus Turin ins Bieter-Rennen um Leverkusens Kerim Alajbegovic eingestiegen. Bayer 04 winkt ein Ablösepaket zwischen 35 und 40 Millionen Euro.
Leverkusen winken mehr als 30 Millionen Euro
Der Wechsel von Leverkusens Top-Talent Kerim Alajbegovic zu einem europäischen Top-Klub steht kurz bevor. Nachdem Atalanta Bergamo bereits vor geraumer Zeit mit einer 25-Millionen-Euro-Offerte beim Bundesligisten abgeblitzt war und der FC Chelsea in der vergangenen Woche mit einem konkreten Angebot aufwartete, gibt es nun mit Juventus Turin einen dritten Bieter für den bosnischen WM-Teilnehmer. Und die Italiener, die als letzter der drei Klubs in den Poker eingestiegen sind, haben sich direkt in die Pole Position gebracht.
Die Tendenz geht zur Einigung
So vermeldete Sky am Mittwoch eine vollständige Einigung zwischen Leverkusen und den Italienern auf eine fixe Ablöse von 33 Millionen Euro, die durch Boni auf bis zu 40 Millionen Euro ansteigen kann. Nach kicker-Informationen ist der Deal noch nicht ganz so weit, wenn auch schon in einem fortgeschritttenen Stadium. Die Tendenz, dass sich Bayer und Juve am Ende einig werden, stimmt aber absolut.
Juve ist erst im Laufe dieser Woche mit einem konkreten Angebot beim Europa-League-Teilnehmer vorstellig geworden, nachdem die Italiener bis zum Sonntag nur ihr Interesse an einer Verpflichtung des schussgewaltigen Rechtsfüßers beim Werksklub hinterlegt hatten. Durch die nun gleich drei konkreten Bewerbern befindet sich Bayer 04 in einer guten Verhandlungsposition. Dass der FC Chelsea in der vergangenen Woche Ernst machte, wirkt sich nun auch akut auf den Marktwert Alajbegovics in den Ablöse-Verhandlungen aus.
War zuvor bei einem Wechsel in die Serie A nämlich noch denkbar, dass die 30-Millionen-Euro-Hürde nur durch Bonuszahlungen übersprungen würde, so ist diese Variante aufgrund des Angebots aus London jetzt auszuschließen. So müssten die Engländer am Ende mehr als 35 Millionen Euro als feste Ablöse zahlen und ein Gesamtpaket von an die 40 Millionen Euro für Alajbegovic schnüren. Eine Dimension, an die nun auch das Turiner Angebot fast heranreichen soll.
Findet der Werksklub mit Juventus eine Übereinkunft, dürften die Italiener auch den Zuschlag Alajbegovics erhalten. Denn die Spielerseite bevorzugt seit Beginn der Transfergespräche aufgrund der besseren Aussichten auf regelmäßige Einsatzzeiten ganz klar einen Wechsel nach Italien.
Juve lockt mit Platz in der Startelf
Diese hatte Atalanta, aber eben auch Juventus dem Teenager offeriert, der auch in Turin für die Startelf eingeplant sein soll. Ein entscheidendes Plus gegenüber dem FC Chelsea, der Alajbegvoic den kürzlich verpflichteten 138-Millionen-Euro-Einkauf Morgan Rogers auf der halblinken Offensivposition in Xabi Alonsos 3-4-2-1-System vor der Nase gesetzt hat. Weshalb bei einem Wechsel nach London auch eine anschließende direkte Weiter-Leihe von Chelsea als mögliche Option genannt wurde.
Jetzt spricht also alles für Juventus. Und unabhängig davon, wem Alajbegovic, der sich als U-19-Akteur in der vergangenen Saison bei RB Salzburg in den Fokus spielte, seinen Zuschlag gibt, wird der Bundesligist weit mehr als 30 Millionen Euro einnehmen – für einen 18-Jährigen, der noch kein einziges Pflichtspiel für Bayer 04 oder in einer europäischen Top-Liga bestritten hat.

