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Hoeneß entschuldigt sich bei Eberl – und stellt Verlängerung in Aussicht

Uli Hoeneß hat sich zwei Monate nach seinem Interview rund um das Pokalfinale hinter Max Eberl gestellt.

Bayerns Ehrenpräsident spricht am Tegernsee

Aus dem Trainingslager des FC Bayern am Tegernsee berichtet Mario Krischel

Gemein wäre es sicher nicht, Uli Hoeneß zu unterstellen, dass er von Ismael Saibari bis kurz vor der Weltmeisterschaft noch nicht das allermeiste gehört hatte. „Der neue Spieler aus Marokko“ gefällt ihm spätestens seit dem Transfer zum FC Bayern jedenfalls außerordentlich gut, genauso wie die ganze Mannschaft beim FC Bayern.

Im Trainingslager am Tegernsee ließ sich der Ehrenpräsident am Donnerstagabend erstmals in diesem Jahr blicken, als Abschluss des neuerlichen Besuchs in der Nachbarschaft. Der 15:0-Testspielsieg gegen den Kreisklassenklub Rottach-Egern blieb natürlich nur eine kleine Randnotiz, vielmehr tauschte sich Hoeneß am Rande mit den Vorständen Max Eberl und Jan-Christian Dreesen sowie Präsident Herbert Hainer aus.

Hoeneß attestiert „seinem“ FC Bayern ein perfektes Transferfenster

Und als er eine Viertelstunde vor dem Abpfiff die Heimreise antreten wollte, hielt er doch nochmal ganz kurz an und sprach über die Gemengelage rund um „seinen“ FC Bayern, dem er wie schon im Vorjahr ein perfektes Transferfenster attestiert, wenngleich ja schon noch ein paar Spieler abgegeben werden sollen.

Der „neue Spieler aus Marokko“ gefällt Hoeneß, Nathaniel Brown ebenso. Vor allem weil der Linksverteidiger wohl auch in die Premier League hätte wechseln können, aber unbedingt nach München wollte. „Solche Spieler habe ich gern“, erklärte Hoeneß mit einem Grinsen. Was gewissermaßen ja auch als Lob an Sportvorstand Eberl verstanden werden kann.

Den hatte Hoeneß vor dem Pokalfinale in einem Spiegel-Interview öffentlich zumindest ganz leicht kritisiert und die Verlängerungschancen des 2027 auslaufenden Vertrags auf 60:40 beziffert. „Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich mich unheimlich über mich selbst geärgert habe, dass ich so naiv war“, meinte der 74-Jährige und bezog sich auf den offenbar falsch abgesprochenen Veröffentlichungstermin.

Hoeneß entschuldigt sich bei Eberl

Am Freitagabend vor dem Finale hatte Hoeneß das Interview gegeben, bereits am Samstagvormittag machten seine Aussagen zu Eberl die Runde. Und der Sportvorstand reagierte entsprechend deutlich, nachdem die Bayern gegen Stuttgart das Double perfekt gemacht hatten. „Damit war Max nicht gut behandelt von mir. Und ich habe mich auch bei ihm dafür entschuldigt.“

Stellt sich die Frage, wie es zwei Monate später um Eberls Chancen steht. „Im Moment, glaube ich, 100“, sagte Hoeneß deutlich. Und durfte dann natürlich noch über alle weiteren Themen rund um den FCB sprechen: Michael Olise zum Beispiel („Da könnte jetzt der Kaiser von China kommen, und wir würden mit dem nicht mal reden“) oder Harry Kane („In jeder Hinsicht ein Vorbild“) oder Luis Diaz, der natürlich auch nicht zum Verkauf steht: „Wir müssten doch bekloppt sein!“

Auch dieser Transfer geht letztlich – nach ein paar vergeblichen Versuchen woanders – auf das Konto von Sportvorstand Eberl. Weiter als 100 Prozent können die Chancen nicht steigen.

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