Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Hlozeks WM-Traum lebt

Zwei Dauerverletzte der TSG Hoffenheim nähern sich dem Ende ihrer Leidenszeit. Für Adam Hlozek und Koki Machida ist das zugleich ein Wettlauf mit der Zeit.

Japan hofft noch auf Machida

Für das Spiel am Samstagabend in Hamburg hat es noch nicht gereicht. Aber für die dann noch folgenden drei Spiele der TSG gegen Stuttgart, gegen Bremen und in Gladbach könnte Adam Hlozek wieder in den Spieltagskader der Hoffenheimer rutschen und womöglich als Zünglein an der Waage fungieren im Saisonendspurt um die Champions League.

Tschechiens erste WM seit 20 Jahren

„Er ist schon nahezu vollumfänglich im Training dabei“, bestätigte nun Trainer Christian Ilzer, „also da könnte es schon im Laufe der nächsten Spiele auch so weit sein, dass er wieder dabei ist.“ Damit sieht der leidensgeprüfte Tscheche endlich Licht am Ende des Tunnels. Nach einem von Verletzungen, Operationen und Rückschlägen um seinen Mittelfuß geprägten Jahr 2025 hatte das laufende Kalenderjahr mit einer schwerwiegenden Waden- und Bandblessur im Wintertrainingslager gleich die nächste Enttäuschung parat.

Hlozek fiebert dem Comeback entgegen

Nun fiebert Hlozek seinem Debüt 2026 und dem ersehnten Comeback entgegen. Damit lebt auch der Traum des 23-Jährigen weiter und erfährt neue Nahrung. Denn nicht nur bei der TSG, auch in der Nationalmannschaft Tschechiens war und ist der Angreifer in bester Verfassung gesetzt. Während seiner Reha haben sich die Tschechen auch mithilfe der TSG-Kollegen Robin Hranac und Vladimir Coufal die erste WM-Teilnahme für ihr Land seit 20 Jahren gesichert. Kein Wunder, dass Hlozek da nicht fehlen will. Doch alle Beteiligten sind angehalten, diesen dynamischen und schussgewaltigen Stürmer nach der langen Zwangspause behutsam aufzubauen und wieder an die volle Belastung heranzuführen. Kein einfaches Unterfangen.

Für Machida wird es noch enger

Noch enger wird es für Koki Machida. Der Japaner hatte sich gleich im ersten Saisonspiel einen Kreuzbandriss zugezogen, noch vor dem ersten Pausenpfiff schien die Saison wieder beendet zu sein für den Innenverteidiger. Was die Liga betrifft, scheint Machidas Comeback noch in dieser Spielzeit auch unwahrscheinlich. „Ja, er hat diese Woche Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht“, bestätigt Ilzer, „das waren aber Aufwärm- und Passübungen. Erstmals auch ein großes Überzahlrondo. Aber er war lange verletzt, kommt aus einer Kreuzbandverletzung. Das muss man schon auch richtig bewerten.“

Hoffenheim im Austausch mit den Verbänden

  • Aktueller Spieltag
  • Tabelle
  • Tabellenrechner

Im Gegensatz etwa zum Heilungsverlauf bei Ozan Kabak, der fast eineinhalb Jahre brauchte, ist der Japaner sehr zügig unterwegs. „Aber trotzdem darf man da nicht zu viel Euphorie ausüben, weil es doch eine sehr, sehr schwerwiegende Verletzung war“, so Ilzer, „und jetzt kommt noch ein ganz wichtiger Step auf ihn zu, die Reintegration ins Mannschaftstraining. Dafür werden wir ihm auch die Zeit geben, die er braucht, dass er da sehr, sehr gut drüber kommt, und dass er dann auch wieder sehr bald bei vollen Kräften ist.“

Dennoch hegen die Tschechen wie die Japaner Hoffnungen auf die WM-Teilnahme der beiden Hoffenheimer. „Wir sind im Austausch mit dem japanischen Fußballverband, mit dem tschechischen Fußballverband. Beide sind Spitzenspieler in ihren Ländern“, versichert Ilzer, „beide Länder wollen natürlich, wenn sie fit sind, dass sie noch auf den WM-Zug aufspringen. Natürlich ist für jeden Spieler die WM eine riesige Chance, sich weiterzuentwickeln. Aber trotzdem sind wir da abgestimmt, der Austausch funktioniert auf sehr, sehr gutem Level, damit sehr gut abgeschätzt wird, ob das dann auch aufgrund der Fitness und der Situation nach ihren Verletzungen wirklich Sinn macht. Und dann werden im Sinne der Spieler gute Entscheidungen getroffen.“ Es bleibt spannend.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5