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„Gehe mit dem Gedanken ins Bett und wache mit ihm auf“: Hoeneß über Musiala

Nach Jamal Musialas Zusammenbrüchen sorgt sich Uli Hoeneß um den Nationalspieler. Der Ehrenpräsident des FC Bayern kündigt mit bewegenden Worten bedingungslose Unterstützung für den 23-Jährigen an.

Ehrenpräsident sichert „bedingungslose Unterstützung“ zu

Am Dienstagabend war Jamal Musiala im Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim kurz nach seiner Einwechslung zusammengesackt – wie schon drei Tage zuvor gegen RB Leipzig. Der Nationalspieler wurde jeweils kurz behandelt, vom Platz gebracht und wieder ausgewechselt.

Einen Tag später zeigte sich Uli Hoeneß nach dem erneuten Zusammenbruch schockiert. „Es ist ein Drama – speziell für Jamal“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern im Interview mit RTL/Sky.

„Im Moment ehrlich gesagt ziemlich sprachlos“

„Jetzt mit diesen zwei Vorfällen am Samstag und gestern ist es natürlich schon ein Problem, in erster Linie natürlich für den Menschen Jamal. Wirklich, ich gehe mit dem Gedanken ins Bett und wache mit dem Gedanken an ihn auf“, sagte Hoeneß. Es gebe eine „bedingungslose Unterstützung für Jamal in jeder Hinsicht“, betonte der 74-Jährige. Es sei mittelfristig aber auch für den Verein ein Problem. „Weil wir im Moment ehrlich gesagt ziemlich sprachlos sind. Wir haben uns darauf nicht vorbereiten können und wir müssen erst lernen, mit dieser Situation umzugehen.“

Musiala führte die Probleme auf eine neurologische Dysfunktion zurück. Er sprach dabei von temporär kurz auftretenden, aber gut behandelbaren Absencen. „Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim“, teilte der 23-Jährige noch am Dienstagabend in den sozialen Medien mit.

Der Verein habe von den Problemen gewusst, erklärte Hoeneß. „Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit dieser Häufung.“

Musialas Post war abgesprochen

Es habe nach dem Spiel gegen Leipzig eine klare Absprache gegeben, dass bei einem erneuten Vorfall Musiala an die Öffentlichkeit gehen werde, erklärte Hoeneß. So kam es dann am Dienstagabend auch.

Das französische Wort Absencen bedeutet im Deutschen so viel wie „Abwesenheit“. Das traf auf Musiala zu, der gegen Leipzig und gegen Heidenheim auf dem Platz kurzzeitig weggetreten wirkte. Absencen sind eine Form epileptischer Anfälle. Wie aus dem Verein zu hören war, sei der Einsatz Musialas in den beiden Partien jedoch völlig unbedenklich und ärztlich umfangreich abgesprochen gewesen.

„Keine Bedenken gegen einen Hochleistungssport“

Man habe zudem eine schriftliche Erklärung der behandelnden Neurologen erhalten, dass es „keine Bedenken gegen einen Hochleistungssport“ gebe, sagte Hoeneß nun. „Denn ohne das hätten wir uns ja fahrlässig verhalten.“ Seitdem schlafe man „ein bissl ruhiger“. Der Verein habe sich an die neue Situation aber erst herantasten müssen.

Ob Musiala schon wieder im Supercup gegen Borussia Dortmund am Samstag im Kader des FC Bayern München stehen kann, ist unklar.

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