Der FC Bayern hat die erhoffte Verstärkung für die Offensive bekommen: Vom niederländischen Meister PSV Eindhoven wechselt Ismael Saibari (25) zum deutschen Rekordmeister – und ist schätzungsweise 25 Millionen Euro günstiger als die 1A-Lösung.
Marokkaner erhält Vertrag bis 2031
Die erste Wahl war er nicht. Nachdem der FC Bayern aber nicht seinen Wunschspieler Anthony Gordon bekam, weil der den FC Barcelona von Hansi Flick vorzog, beschäftigten sich die sportlichen Verantwortlichen in München zügig mit Ismael Saibari. Und beim marokkanischen WM-Fahrer, der sich im Turnier überaus treffsicher zeigte, kann der FCB nun Vollzug melden.
Der vielseitig einsetzbare Offensivspieler erhält beim deutschen Rekordmeister einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2031. Kolportiert wird eine Ablöse im Bereich von 55 Millionen Euro – wie bei Nathaniel Brown. Damit ist Saibari trotz bestehenden Vertrags in Eindhoven bis 2029 wesentlich günstiger als Gordon, der für schätzungsweise rund 80 Millionen Euro in Barcelona unterschrieb.
„Wir freuen uns sehr, mit Ismael Saibari einen der spannendsten Offensivspieler dieser WM für den FC Bayern gewonnen zu haben“, sagte FCB-Sportvorstand Max Eberl.
Saibari blieb in München im Gedächtnis, weil er beim 1:2 in der Champions-League-Ligaphase zum sehenswerten Ausgleich getroffen hatte – und anschließend ein längeres Vier-Augen-Gespräch mit Vincent Kompany auf dem Platz führte. Der Münchner Cheftrainer sah Saibari damals „auf dem richtigen Weg“. Nun kann der Belgier aktiv an der Weiterentwicklung des in Barcelona geborenen Offensiv-Antreibers mitwirken.
„Bereits als Kind träumt man, bei einem Verein wie dem FC Bayern einen Vertrag zu unterschreiben – jeder weiß, dass das einer der größten Klubs der Welt ist“, sagte Saibari. „Der FC Bayern spielt jedes Jahr um die wichtigsten Titel wie die Champions League, und ich möchte hier so viele Titel wie möglich gewinnen.“
Saibari fand über die Stationen bei RSC Anderlecht und KRC Genk im Sommer 2020 zur PSV Eindhoven, wo er jüngst seine beste Saison spielte. In der Spielzeit 2025/26 kam der Rechtsfuß auf 15 Tore in 27 Eredivisie-Einsätzen und erzielte immerhin drei Treffer in sieben Champions-League-Partien.
Eine Planstelle besetzt
Schon vor Beginn der Transferphase war klar, dass die Münchner Macher nach Verstärkungen für die Offensive suchen würden, wobei der Fokus auf einem flexiblen Offensivallrounder lag, der vor allem Harry Kane bei Gelegenheit entlasten kann.
„Ismael Saibari ist mit Eindhoven drei Mal in Serie niederländischer Meister geworden, verfügt über Champions League-Erfahrung und zeigt nun auch bei der WM auf höchstem Niveau, wie wertvoll er für eine Mannschaft sein kann“, lobte FCB-Sportdirektor Christoph Freund den Marokkaner.
Saibari verfügt über ausgesprochene Abschlussqualitäten und besitzt ähnlich wie sein neuer Mitspieler Michael Olise die Technik, über die linke Angriffsseite ins Zentrum zu ziehen und von dort aus abzuziehen. Zudem tritt er als robuster und kopfballstarker Spieler mit Physis in Erscheinung.

