Der FC Bayern München hat Ismael Saibari verpflichtet. Der marokkanische WM-Teilnehmer hat beim Deutschen Meister die Rücknummer 34 gewählt – und das aus einem bestimmten Grund.
Unterstützung für Nouri
Dass Ismael Saibari beim FC Bayern München mit der Rückennummer 34 auflaufen wird, ist kein Zufall. Der marokkanische Stürmer hat sich ganz bewusst für diese Zahl entschieden. Denn sie ist für ihn eine Herzensangelegenheit – und hat eine tiefere Bedeutung.
Am 8. Juli 2017 trafen sich Werder Bremen und Ajax Amsterdam im Rahmen des Trainingslagers der Hanseaten in Zell am Ziller (Tirol) zu einem Testspiel. Dieses endete aber vorzeitig in einem Drama: Denn Mitte der zweiten Hälfte war Ajax-Akteur Abdelhak Nouri auf dem Platz ohne Fremdeinwirkung zusammengebrochen. Der damals 20-Jährige musste notärztlich versorgt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Dort wurde ein Herzstillstand diagnostiziert.
„Mit der 34 unterstütze ich ihn“
„Er hat überlebt, aber ist seitdem nicht mehr in der Lage, sich selbstständig zu bewegen“, wird Saibari auf der FCB-Website zitiert. „Mit der 34 unterstütze ich ihn, denn es war seine letzte Nummer.“
Denn Nouri trug damals wegen mangelnder Sauerstoffversorgung irreparable Schäden am Gehirn davon und ist seitdem schwerbehindert. Wegen der Folgeschäden kam es zu einem Rechtsstreit zwischen der Familie Nouris und dem niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam.
Der Verein gestand ein Jahr danach Fehler bei der medizinischen Erstversorgung ein, im Jahr 2022 kam es schließlich zu einer Einigung: Ajax zahlte der Familie eine Entschädigung von 7,85 Millionen Euro und übernahm zudem die Pflegekosten für Nouri seit dem Jahr 2017.
Die Rückennummer 34 hatte beim FC Bayern bisher keine große Geschichte und wurde vorrangig an Nachwuchsspieler vergeben, in der vergangenen Saison trug sie Deniz Ofli. Mit Saibari wird sie nun deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken.

