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Eberls Austausch mit Olise – und die Frage nach der Rückennummer

In anderthalb Wochen kehrt Michael Olise zum FC Bayern zurück. Max Eberl lächelt Transfergerüchte weg.

FCB-Sportvorstand „amüsiert“ von Gerüchten

Aus dem Trainingslager des FC Bayern am Tegernsee berichtet Mario Krischel

Wenn Max Eberl dieser Tage am Trainingsplatz der Bayern in Rottach-Egern vorbeiläuft, hat der Sportvorstand oft genug sein Telefon am Ohr. Wie sich das halt so gehört für jemanden, der hauptsächlich dafür bezahlt wird, Spieler zum FC Bayern zu holen und gleichzeitig Spieler zu verkaufen, die der FC Bayern nicht mehr braucht.

Und wie das halt beim FC Bayern so ist, wird natürlich auch ganz viel über allerlei Spieler geredet, die definitiv nicht verpflichtet werden und ganz vielleicht nicht mal diskutiert wurden. „Ehrlicherweise musste ich dieses Jahr sehr, sehr schmunzeln über den ganzen Transferjournalismus, der passiert ist“, erzählte Eberl am Mittwoch, als er unweit des Teamhotels am Tegernsee der Vorstellungs-Pressekonferenz von Nathaniel Brown beiwohnte.

Mit Ismael Saibari und eben Brown hat der FC Bayern zwei Neuzugänge für rund 100 Millionen Euro verpflichtet und seine Hausaufgaben nach eigener Ansicht erledigt, also zumindest auf der Zugangsseite. „Eigentlich sind wir fertig“, meint Eberl. „Es hat mich dieses Mal sehr amüsiert, weil wirklich an all den Namen um uns herum null Prozent dran war.“

Sehr transparent sind die Bayern dagegen nicht erst seit heute, was die Pläne auf der Verkaufsseite betrifft. Bei den Leihrückkehrern Joao Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza ist der Rekordmeister „sehr offen“ für Angebote, die es bislang noch nicht gab. „Sie haben Vertrag beim FC Bayern, das haben wir zu respektieren. Den haben wir beide unterschrieben. Trotzdem glaube ich, dass die Zukunft beim FC Bayern für die drei keine sein wird. Wenn sich einer entscheidet, hierzubleiben, wird’s relativ hart und kompliziert, weil sie keine große Rolle spielen werden.“

Das hätte man auch weniger deutlich kommunizieren können, aber so wurde es ja sowieso schon mit den Spielern kommuniziert. Hängenlassen werden sich die Akteure deshalb nicht, sie nehmen wie der Rest ganz normal am Trainingsbetrieb teil, auch wenn Boey am Dienstag pausiert und Palhinha am Mittwoch einen Schlag abbekommen hatte.

„Das macht Umsatz, das gibt Klicks, wie ich verstanden habe.“ (Eberl über die Olise-Gerüchte)

Noch haben Eberl und Co. rund einen Monat Zeit, Abnehmer für das einst mal teure Trio zu finden, Abstriche werden auf jeden Fall gemacht werden müssen. Nicht zum Verkauf steht selbstredend Michael Olise, der angeblich mit Real Madrid geflirtet haben soll und in anderthalb Wochen zum FCB zurückkehrt.

Während die Gerüchteküche vor allem in Frankreich und Spanien heiß lief, sind die Bayern angeblich ganz ruhig geblieben. „Tatsächlich habe ich mit Michael immer mal wieder Kontakt gehabt bei der Weltmeisterschaft“, erzählt Eberl. Einmal habe ihm Olise ein Foto aus der Umkleidekabine geschickt, auf dem er Manu Koné im Arm gehabt haben soll. Eberl hatte Koné einst vom FC Toulouse zu Borussia Mönchengladbach geholt.

Eberl habe Olise sogar gefragt, ob er beim FC Bayern künftig die Rückennummer 11 haben wolle, „wie bei der WM“. Olise wollte lieber bei der 17 bleiben, die 11 hat sich inzwischen Neuzugang Brown geschnappt. „Wir hatten völlig normale Kommunikation“, stellte Eberl deshalb nochmal klar: „Also das ganze Drumherum … Man hat’s verstanden, weil die WM dann da war. Große Namen, Bayern München, Real Madrid, das sind die größten Vereine der Welt. Das macht Umsatz, das gibt Klicks, wie ich verstanden habe. Irgendwann wurde es dann echt mühsam, als das Ding immer weitergedreht wurde, obwohl sowohl Real Madrid als auch wir kommuniziert haben, dass da überhaupt nichts dran ist.“

Inzwischen hat sich die Gemengelage ja immerhin ein bisschen beruhigt, und Eberl ist „froh, dass das Thema hoffentlich fast weg ist. Dass Michael dann nach der Asien-Reise zu uns zurückkommt und dass wir wieder Spaß an seinem Fußball haben. Das, was er gezeigt hat bei der WM, hat einfach Freude gemacht. Wir sind froh, so einen Spieler bei uns in den Reihen zu haben.“

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