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Ein Trio im Aufwind, auf das der 1. FC Köln aufbauen kann

Der 1. FC Köln steht nach den ersten drei Ligaspielen solide da. Und drei Akteure befeuern die Hoffnung, dass es so weitergeht – besonders in der Offensive.

Maina, Mensah, Moore

Die Grundstimmung war durchaus kritisch nach dem 1:1 des 1. FC Köln gegen Werder Bremen. So sagte etwa Torschütze Linton Maina: „Es ist auf jeden Fall zu wenig.“ Damit lag er nicht falsch, und doch waren auch gelungene Ansätze zu sehen. Drei Akteure im Aufwind, auf die die Geißböcke aufbauen können:

Gideon Mensah

Der ablösefrei aus Auxerre gekommene Linksverteidiger fügte sich problemlos ein. Gideon Mensah agiert zwar offensiv noch zurückhaltender als sein Pendant auf der rechten Seite, Alessio Castro-Montes. Dass er Impulse nach vorn setzen kann, bewies der 28-Jährige aber beim 3:2 gegen Hoffenheim, als er zwei Treffer per vorletztem Pass einleitete.

Mensah schließt seine Seite solide, bringt 34,1 km/h Höchstgeschwindigkeit auf den Rasen und schreckt auch vor Abschlüssen aus der zweiten Reihe nicht zurück. Dass er hier und da noch zu leicht Bälle etwa bei unpräzisen Flanken (bislang nur 18 Prozent Erfolgsquote) herschenkt, darf als Anpassungsbedarf verzeichnet werden. Beim 1:4 in Stuttgart zeigten ihm die Schwaben außerdem defensiv Schwachstellen auf. Trotzdem fungiert er als einer der Hoffnungsträger, Last-Minute-Leihgabe Borna Sosa ist derzeit hinten links die Nummer 2.

Linton Maina

Zwei Vorlagen, ein Tor: Nach vier Pflichtspielen ist Linton Maina die Überraschung des FC-Saisonstarts. „Ich bin gut drauf, habe eine gute Vorbereitung gespielt. Ich probiere, das umzusetzen, was man von mir will, und vorn gefährlicher zu werden“, sagt der 27-Jährige. Vergangene Saison war der Aufstiegsheld der Spielzeit 2024/25 oft Teilzeitarbeiter, nun gehört Maina zum Stammpersonal.

Sein herausragendes Tempo (mehr als 35 km/h) setzt der Außenstürmer nun effizienter ein. Im Pokal in Würzburg und gegen Hoffenheim legte er jeweils per Querpass ins Zentrum Treffer auf, gegen Werder traf er per Flachschuss eiskalt aus spitzem Winkel. Und: Maina ackert auch in der Rückwärtsbewegung. Gegen Bremen gewann er alle seine Zweikämpfe, gegen Stuttgart und Hoffenheim jeweils die Hälfte. In dieser Form dürfte er einen Platz in der Offensive sicher haben.

Mikey Moore

Dass die Leihgabe von Tottenham Hotspurs etwas Besonderes an sich hat, dürfte nach zwei Einsätzen bereits in der Bundesliga angekommen sein. Der Dribbler führt den Ball eng, macht kleine, schnelle Schritte, schlägt wendige Haken und fürchtet den Torabschluss nicht. Gegen Stuttgart war er als Joker so belebend, dass Trainer René Wagner keinerlei Bedenken hatte, ihn gegen Bremen in die Startelf zu stellen.

Mikey Moore hat das Potenzial, zur Attraktion der Saison zu werden – und stand dabei noch gar nicht gemeinsam mit Said El Mala auf dem Platz. Da hat Wagner aber keine Sorgen: „Ich glaube, die Kombination werden wir noch oft genug sehen.“

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