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Dortmunds Geduldsspiel um Karetsas und El Mala

Testspiel verloren, noch keinen Offensivspieler verpflichtet: Ganz rund läuft es aktuell noch nicht beim BVB, der Konstantinos Karetsas und Said El Mala ins Visier genommen hat. Trainer Niko Kovac lässt sich vom Warten auf die Neuen noch nicht aus der Ruhe bringen.

BVB hat weiter zwei offene Planstellen in der Offensive

Mit den Testspielen in der Frühphase der Vorbereitung ist das als Bundesliga-Klub immer so eine Sache: Die eigene Mannschaft ist noch wild durcheinandergewürfelt, weil viele Nationalspieler noch nicht ins Training eingestiegen sind. Der Trainingsrhythmus ist nicht darauf abgestimmt, in den Spielen auf dem Höhepunkt zu sein. Der oft unterklassige Gegner ist meist schon weiter. Und doch sollte man partout vermeiden, diese Spiele zu verlieren, entstehen doch sonst schnell die ersten Negativschlagzeilen.

Dortmund hat bei El Mala keinen Zeitdruck

Grund zur Panik besteht bei Borussia Dortmund zwar noch nicht nach der 1:2-Niederlage am Samstag beim Drittligisten Fortuna Düsseldorf. Aber Fakt ist: So wirklich rund läuft es beim BVB, der am Montag zu einer Marketing-Reise nach Japan aufbricht, aktuell nicht. Das liegt auch daran, dass die beiden Offensivneuzugänge, mit denen sich die Borussia gerne verstärken würde, weiter auf sich warten lassen.

Bei Said El Mala, der die durch den Wechsel von Karim Adeyemi frei gewordene Stelle im Angriff übernehmen soll, ist das nicht weiter überraschend. Zwar hat der BVB nach kicker-Informationen in der Vorwoche ein Angebot für den 19-Jährigen abgegeben, bei dem die Fixsumme bei über 30 Millionen Euro lag. Auch inklusive möglicher Boni allerdings bewegte sich das Gesamtpaket bei unter den vom 1. FC Köln geforderten 50 Millionen Euro.

Da der Spieler aktuell zum BVB tendiert, besteht aus Dortmunder Sicht kein Zeitdruck. Die entscheidende Frage könnte am Ende sein, welche Seite früher zuckt. Von einem Verbleib beim FC bis zu einem Wechsel zum BVB oder einem anderen Klub liegen jedenfalls noch alle Optionen auf dem Tisch.

Bei Karetsas soll bald ein neuer Vorstoß folgen

Etwas anders ist die Lage bei Konstantinos Karetsas, den die Verantwortlichen als Nachfolger des weiter auf Klubsuche befindlichen Julian Brandt ausgemacht haben. Der Poker um den 18-jährigen Griechen mit dessen aktuellem Verein KRC Genk läuft weiter auf Hochtouren. Nachdem ein Treffen zu Wochenanfang nicht den erwünschten Durchbruch gebracht hat, soll in Kürze der nächste Dortmunder Vorstoß folgen. Auch dieser Transfer dürfte den BVB – so er denn über die Bühne geht – mehr als 30 Millionen Euro kosten.

„Wir arbeiten weiter fleißig und werden schon etwas hinkriegen“, gab sich Trainer Niko Kovac am Samstag gelassen. Sportdirektor Ole Book dagegen, der nach Informationen der Ruhr Nachrichten zunächst nicht mit nach Japan reisen soll, gab unumwunden zu, dass der Klub noch nicht so weit ist, wie er gerne wäre: „Natürlich hätten wir uns gewünscht, bereits einen Offensivspieler zu verpflichten. Aber am Ende des Tages muss man die Gesetze des Marktes berücksichtigen. Das Timing ist entscheidend.“ Und das passte bislang noch nicht.

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