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Asllani: Eine Befreiung auf Bewährung

Das dürfte der schwierigste Sommer in der Karriere von Fisnik Asllani gewesen sein. Nun feierte Hoffenheims Stürmer nach dem gescheiterten Wechsel nach Leipzig sein Comeback. Es war nur ein erster Schritt.

Hoffenheims Stürmer zurück auf der Bühne

Man kann nur erahnen, was es in Fisnik Asllani auslöste und was dieser Spieler der TSG Hoffenheim in der Folge mental zu verarbeiten hatte, als ihn vor gut sechs Wochen die Hiobsbotschaft erreichte, dass RB Leipzig den erwarteten Transfer kurz vor dem Vollzug platzen ließ. Schließlich hatte der 24-Jährige längst gedanklich abgeschlossen mit dem Kapitel Hoffenheim und sich voll und ganz eingelassen auf den nächsten Karriereschritt, der ihn nicht nur zu einem Großklub, sondern auch unter die Großverdiener gehievt hätte.

Eine Saisonvorbereitung unter Psychodruck

Diesen geplatzten Traum zu verkraften, war eine Sache. Schwierig genug. Hinzu kam aber, die durch den Leipziger Absagegrund „medizinischer Bedenken“ verbreiteten Zweifel an seiner Gesundheit, an der grundsätzlichen körperlichen Tauglichkeit und Belastbarkeit zu widerlegen. Es war gewissermaßen eine Saisonvorbereitung unter Psychodruck.

Um so erleichterter dürfte Asllani am Samstag gewesen sein, als er gegen den VfB Stuttgart in der 83. Minute endlich wieder die Bundesligabühne betrat. Seht alle her, mir fehlt nichts, das muss die große Motivation gewesen sein, die den TSG-Stürmer bei seinem Comeback unterschwellig begleitete. Natürlich vermochte Asllani nach der langen Absenz in der kurzen Zeit keine Bäume mehr auszureißen. Ein geblockter Ball, ein Auftritt als Ballbehaupter, ein guter Pass und ein gezogener sowie ein verursachter Freistoß prägten das Protokoll, über allem aber stand die wichtigste Botschaft: Ich bin wieder da. Er selbst wollte sich noch nicht öffentlich äußern.

Schicker: „Es war kein einfacher Sommer für Fissi“

„Es war kein einfacher Sommer für Fissi“, betonte Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker, dessen Transferplanungen erheblich durcheinandergewirbelt worden waren, „wir sind froh, dass er da ist, das hat man heute auch in ein paar Minuten schon gesehen, und ich finde, dass er in dieser Woche im Training schon gezeigt hat, dass er uns auch wieder helfen kann.“ Von nun an wohl immer häufiger und immer länger.

Schließlich ist Asllani von seiner vollen Schaffenskraft noch ein stückweit entfernt, zudem wollen es alle behutsam angehen, um bloß nicht in eine – womöglich in Leipzig erahnte – Verletzung zu schlittern. „Ich bin froh, dass er da ist, weil ab jetzt haben wir sehr viele Spiele, das geht durch bis Januar, ich hoffe noch länger“, so Schicker, „da brauchen wir dann jeden Einzelnen, deswegen bin ich froh, dass Fissi auch wieder da ist.“ Doch erst, wenn Asllanis Einsätze sich wieder häufen, er wieder zu treffen beginnt und an die alte Klasse heranreicht, erst dann werden vermutlich die letzten Bedenken ausgeräumt sein.

Dann wäre der Stürmer nicht nur wieder der bewährte Faktor in der Hoffenheimer Offensive, sondern auch wieder ein Transferkandidat. Denn der Plan für den nächsten Karriereschritt ist keineswegs verworfen, nur verschoben. Übrigens muss sich Asllani noch bis zum 16. Januar gedulden, ehe er dann auch RB Leipzig im direkten Duell in Sinsheim von seiner Belastbarkeit und seiner Qualität überzeugen kann. Aber wer weiß, ob der kosovarische Nationalspieler dann nicht schon durchs nächste Transferfenster geschlüpft sein wird …

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