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Bisher kaum Spielzeit: Union-Kapitän Trimmel unter Lustrinelli mit neuer Rolle

Der Publikumsliebling stand in München erstmalig in dieser Saison in der Startelf. Im internen Ranking steht der Leader momentan jedoch hinter Konkurrent Juranovic.

Ungewohnte Situation für den Routinier

Er ist beim 1. FC Union Berlin längst eine Institution. Seit Sommer 2014 spielt Christopher Trimmel für die Eisernen, zudem trägt der Publikumsliebling seit der Saison 2018/2019 die Kapitänsbinde. Und in den vergangenen Jahren fungierte der mittlerweile 39-Jährige nicht nur als Leader vom Spielfeldrand aus, sondern hatte auf dem Platz als Rechtsverteidiger stets eine wichtige Rolle inne, weil er unter anderem mit zumeist vernünftigen Leistungen vorangegangen war.

Doch in der laufenden Spielzeit hat sich seine sportliche Situation ein wenig verändert. Denn unter dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli ist Konkurrent Josip Juranovic, der seit Januar 2023 im Verein ist, hinten rechts gesetzt. Bei den ersten vier Pflichtspielen war Trimmel zunächst von der Bank aus zum Zuschauen verdammt. Zuletzt bei der herben Pleite in München (0:7) kam er von Beginn an zum Einsatz, weil Juranovic angeschlagen passen musste. Wer den Kapitän kennt, weiß genau, dass es auch im Spätherbst seiner Karriere sein Anspruch ist, so viel wie möglich seinen Mitspielern auf dem Platz helfen zu können. „Solange ich der Mannschaft etwas geben kann, gibt es für mich keinen Grund aufzuhören. Fit zu bleiben, ist das Wichtigste“, sagte der Österreicher im Interview mit der Berliner Morgenpost.

Trimmel laut Sportchef Heldt „über alles erhaben“

Doch aktuell muss er sich eben hinten anstellen. Aber insbesondere in der prekären Lage, in der sich Union als Tabellenvorletzter derzeit befindet, würde es den Eisernen gut tun, den Kapitän auf dem Rasen zu haben. Denn Trimmel ist jemand, der auf dem Platz als Kommunikator gefordert ist. Er ist jemand, der auch kritisch direkt die Themen anspricht, die nicht so gut laufen. Unter anderem deswegen wurde er vor etlichen Jahren zum Kapitän auserkoren. „Trimmel ist über alles erhaben. Seit vielen Jahren macht er hier zuverlässig seinen Job. Seine Bedeutung in der Kabine ist nach wie vor elementar“, betonte Sportchef Horst Heldt.

Inwiefern in der fortlaufenden Saison seine Fähigkeiten auf dem Platz noch zum Tragen kommen werden, hängt wohl auch von Juranovic ab. Denn der Kroate hat immer wieder mit kleineren Wehwehchen zu kämpfen, weshalb er bis dato in jeder Spielzeit einige Partien aufgrund von Verletzungen verpasst hat. Und sollte das mal der Fall sein, muss Trimmel seine Chance nutzen. Das ging beim Debakel in München natürlich total in die Hose. Aber es werden Spiele kommen, in denen der Verteidiger seine Stärken wieder mehr demonstrieren kann. Ähnlich wie sein Konkurrent Juranovic schlägt Trimmel präzise Standards und Flanken. Auf der anderen Seite hat er gegenüber dem Kroaten leichte Vorteile im Defensivverhalten, weil er auf der Außenbahn noch mehr direkte Duelle gewinnt.

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