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Marinos Torjäger-Formel: „Ohne Limit durch den Tag“

Dass es auch für ihn das „erste Mal“ war, hat Stefano Marino gar nicht realisiert. Die Freude über seinen wichtigen Premierentreffer gegen Hoffenheim war dennoch groß, auch wenn die Entstehung nicht von ungefähr kam.

SCP-Stürmer überrascht in der Bundesliga

Optimistisch wie alle beim Aufsteiger war auch Stefano Marino in die neue Saison gestartet. Ob persönlich die Zuversicht etwas gelitten hat, nach 27 ordentlichen Zweitligaspielen (mit sechs erzielten Toren) nun auch eine Liga höher zum Stammpersonal beim SC Paderborn 07 zu gehören, ist nicht bekannt. Anlass dazu hätte es gegeben, denn gerade im Offensivbereich legte der Klub nach dem Sprung ins Oberhaus durchaus prominent nach und verschärfte den Konkurrenzkampf. Skeptiker aber scheint Marino in diesen Wochen zu widerlegen: In vier von vier Spielen kam der 22-Jährige bisher zum Einsatz, dreimal stand er sogar in der Startelf.

„Stefano hat es sich in der vergangenen Saison einfach erarbeitet“, hatte Ralf Kettemann auf einen Kredit verwiesen, den sich der 2025 von der „Zweiten“ von Hannover 96 gekommene, gebürtige Pforzheimer im Aufstiegsjahr erspielt habe. Und vor allem: den er in der Vorbereitung auf diese Saison bestätigen konnte. So stürmte Marino auch am vergangenen Sonntag beim 3:1-Sieg gegen Hoffenheim – diesmal sogar mit zählbarem Erfolg, als Schütze des zwischenzeitlichen 2:0.

„Wir haben die Abläufe drin. Der Rest ist Trainingssache.“ (STEFANO MARINO, SC PADERBORN 07)

Dass es sein Premierentor in der Bundesliga war, habe er in dem Moment gar nicht realisiert. Zu groß war die Freude, obwohl der Treffer gar nicht von ungefähr kam. „Wir haben die Abläufe drin. Wir trainieren schon, welche Laufwege der Stürmer machen soll“, so Marino. „Dann war es einfach top gespielt von Laurin Curda, der den Kopf oben hat. Der Rest ist Trainingssache.“ Zur Freude auch von SCP07-Sportchef Sebastian Lange: „Steff war intensiv drin im Spiel, das hat er gut gemacht. Beim Tor beläuft er den kurzen Pfosten, da, wo er hin muss, und macht ihn rein. Ein super Stürmer-Tor.“

Und ein wichtiges zugleich, wie Marino selbst befand. „Es war entscheidend, dass wir zu Hause mal in Führung gegangen sind und auch das 2:0 nachlegen konnten.“ Schnell fiel zwar nach dem Seitenwechsel der Anschlusstreffer zum 2:1, verunsichert habe das die Mannschaft aber nicht. Sie sei gefestigt und habe ruhig ihr Spiel weitergespielt. „Souverän, das heißt auch, mal mit elf Mann hinter dem Ball zu verteidigen.“

Entwicklung ist jetzt das Stichwort

Und weiter geht es nach der Länderspielpause. Marino: „Jetzt geht es darum, die vier Spiele zu analysieren und die Potenziale herauszufiltern. Entwicklung ist das Stichwort.“ Dabei weiß der Spieler, wovon er spricht, wenn er den Vergleich zu seinem Profi-Premierenjahr in Paderborn 2025/26 zieht. „Auch vergangene Saison hat man einen Unterschied zwischen den ersten und den letzten Zweitligaspielen gesehen. So wird es diese Saison auch sein.“

Klar ist, dass die Mission Klassenerhalt ein hartes Stück Arbeit werden wird. Marino will dabei eine wichtige Rolle spielen. „Auf jeden Fall. Der Anspruch sollte sein, dass ich früher oder später nicht nur mithalten, sondern der entscheidende Faktor sein kann, um gemeinsam die Spiele zu gewinnen.“ Eine Marke, etwa an erzielten Toren, hat er sich dabei nicht gesetzt. „Wir haben als Mannschaft das Ziel, Geschichte zu schreiben. Das ist erstmal ohne Limit.“ Eine persönliche Torjäger-Formel hat er aus dieser Paderborner Marschroute allerdings abgeleitet, denn: „So gehe ich auch in mein Leben – ohne Limit durch den Tag.“

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