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Auch der HSV-Kapitän stützt das Dompé-Aus

Am Dienstagnachmittag starten die Profis des Hamburger SV in die kommende Arbeitswoche – auch nach der Rückkehr aus dem Trainingslager aus Herzogenaurach wird Jean-Luc Dompé nicht mehr dazugehören.

„Vielleicht war es zu wenig“

Der 30-jährige Linksaußen Jean-Luc Dompé war vor der Abreise ins dritte Trainingslager dieser Sommervorbereitung am vergangenen Montag offiziell für die Vereinssuche freigestellt worden. Es war nach den außersportlichen Verfehlungen des Franzosen zu Beginn dieses Kalenderjahres auch ein Signal an die Mannschaft, denn: Dompé war mit nicht ausreichenden Fitnesswerten aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt, hatte sich mühevoll durch die ersten Vorbereitungswochen geschleppt.

Polzin enttäuscht fehlende Einsicht und mangelnde Fitness

Mit seiner Ausbootung signalisieren die Entscheider in Hamburg auch an den Kader, in welche Richtung es gehen soll. Schon während der Tage in Herzogenaurach hatte Merlin Polzin angedeutet, dass die Mannschaft den Kurs im Umgang mit Dompé unterstützt hätte, nach dem 2:2 im Test gegen Lille OSC bestätigte Nicolai Remberg die Einschätzung seines Trainers.

Der HSV-Kapitän erklärt zwar, menschlich mit Dompé gut klarzukommen, der Musterprofi macht aber auch deutlich, dass es dem Ausnahmekönner an elementaren Dingen fehlte. „Um bei uns zu spielen, musst du ein gewisses Fitnesslevel haben, du musst intensiv sein. Jean-Luc hat eine unfassbare Qualität, die würde ich ihm nie absprechen. Vielleicht war es aber zu wenig für die Art, wie wir Fußball spielen wollen.“

Remberg sagt zwar, „der Trainer und der Verein haben so entschieden“, er deutet aber mehr als nur an, dass die Mannschaft diesen Entschluss mit trägt: „Als Kapitän stehe ich voll dahinter.“ Entscheidend für Polzin waren dabei zwei Dinge: Zum einen war der Coach und Förderer des Exzentrikers enttäuscht, dass dieser nach seiner Alkoholfahrt im Januar, seiner zweiten schweren Verfehlung im Straßenverkehr, intern wenig Einsicht gezeigt hätte. Und zum anderen konnte er, auch im Sinne der Gruppe, nicht akzeptieren, dass Dompé nach einer für ihn enttäuschenden Saison in nicht ausreichender körperlichen Verfassung zum Vorbereitungsstart erschienen war.

Dompé, noch bis 2027 vertraglich gebunden, soll sich im Verbund mit seinen Beratern einen neuen Arbeitgeber suchen, bleibt dafür vom Training der Profis freigestellt. Damit soll ein Störfeuer innerhalb des Kaders vermieden werden. Die große Hoffnung der HSV-Bosse ist, dass sich diese Personalie bis zum Transferende am 1. September auch endgültig abschließen lässt.

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