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Atubolu verlängert in Freiburg: Weg frei für Leihmodell

Torhüter Noah Atubolu hat seinen ursprünglich bis 2027 datierten Vertrag in Freiburg verlängert, wodurch ein Wechsel zu Eintracht Frankfurt wahrscheinlicher wird. Das klingt nur auf den ersten Blick wie ein Widerspruch.

Wechsel zur Eintracht rückt näher

Steht Noah Atubolu am 1. Spieltag an der Alten Försterei zwischen den Pfosten? Dort gastiert nicht etwa der SC Freiburg, sondern Eintracht Frankfurt. Die Hessen wollen schleunigst einen neuen Torwart verpflichten, am liebsten noch vor dem Duell bei Union Berlin am Samstag. Ein Wettlauf gegen die Zeit – mit der Aussicht auf ein Happy End. Wie der kicker erfuhr, hat Atubolu in dieser Woche heimlich, still und leise seinen zum 30. Juni 2027 auslaufenden Vertrag in Freiburg verlängert. Weiterhin mit dem Ziel, den Sport-Club noch in dieser Transferperiode zu verlassen.

Zuvor hatte Atubolu bei diesem Ziel, auch mit eigenem Zutun, in siebeneinhalb Monaten mit seiner früheren Agentur Epic Sports ein Desaster erlebt, das ihn in diese brenzlige Lage kurz vor Transferende gebracht hat.

Ablösefreier Abgang vom Tisch

Hintergrund von Atubolus Vertragsverlängerung: Ohne weitere Verkäufe kann die Eintracht aktuell finanziell keine großen Sprünge machen. Deshalb entstand die Idee, Atubolu per Kaufpflicht oder Kaufoption mit Leihgebühr zu leihen, um den Zeitpunkt eines möglichen festen Transfers nach hinten zu verschieben. Da Profis mit nur noch einem Jahr Vertragsrestlaufzeit nicht verliehen werden können, musste das Arbeitspapier des Torhüters in Freiburg zunächst verlängert werden. Das Entgegenkommen der Freiburger Verantwortlichen hat den angenehmen Nebeneffekt, dass ein ablösefreier Abgang Atubolus im kommenden Sommer vom Tisch ist, falls es mit Frankfurt wider Erwarten doch nicht zur Einigung kommen sollte. Ein ablösefreier Abgang 2027 wäre der Worst Case gewesen und hätte einen vorherigen Tribünenplatz für Atubolu eingeschlossen.

Atubolu selbst dokumentiert mit seiner Unterschrift, dass er immer vorhatte, im Zuge seines nächsten Karriereschrittes seinem Heimat- und Ausbildungsklub eine saftige Ablöse zu bescheren. Die Freiburger Vorstellungen für einen festen Transfer bewegen sich im Bereich von 15 Millionen Euro. Nun geht es um die Frage, ob die Klubs eine rasche Einigung erzielen können. Nach kicker-Informationen besteht seit dem späteren Sonntagabend der Austausch zwischen den beiden Vereinen. Aktuell geht es in den Gesprächen zwischen der Eintracht und dem Sport-Club um die Modalitäten eines Transfermodells.

Muss Kaua Santos noch einmal ran?

Sollte Atubolu möglicherweise schon vor der Abreise nach Berlin am Mannschaftstraining in Frankfurt teilnehmen können, stünde seinem Einsatz an der Alten Försterei nichts im Wege. Andernfalls dürfte Kaua Santos im Tor bleiben. Doch man kann sich leicht ausmalen, wie es um das Selbstvertrauen des 23-Jährigen bestellt ist, seit klar ist, dass Frankfurt eine neue Nummer 1 sucht. Dass die Eintracht überhaupt einen neuen Schlussmann verpflichten will, ist nicht zuletzt auf das instabile Nervenkostüm des Brasilianers zurückzuführen. Der Keeper pendelt zwischen Genie und Wahnsinn, bietet nicht die nötige Verlässlichkeit. Das erkannte Trainer Adi Hütter offenbar früh. Doch offenbar setzte erst nach der 0:7-Klatsche in Brentford bei den anderen Verantwortlichen ein Umdenken ein.

Mit der Verpflichtung von Atubolu hätte Sportvorstand Markus Krösche eine der größten Baustellen dieses Sommers gerade noch rechtzeitig vor dem Ende der Transferphase am kommenden Dienstag geschlossen. Damit würde auch für Michael Zetterer die Luft noch dünner. An dem Ersatzkeeper zeigt Leeds United Interesse. Am vergangenen Wochenende flog Zetterer bereits mit seiner Frau nach Leeds. Ein klares Indiz für einen Abgang, wenngleich seine Berateragentur verbreitet, dass der Torhüter „Stand jetzt“ in Frankfurt bleiben möchte. „Stand jetzt“ heißt eben auch: vor dem möglichen Atubolu-Transfer. Und der könnte nun bald über die Bühne gehen.

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