Überraschend wird Keven Schlotterbeck den FC Augsburg wohl doch noch verlassen. Ihn zieht es in die zweite englische Liga.
Abwehrspieler vor Abschied nach Southampton
Irgendwie ist es schon Tradition beim FC Augsburg geworden, dass kurz vor knapp nochmal richtig Bewegung in den Kader kommt. Der Südkoreaner Young-Woo Seol soll zeitnah einen Vertrag bis 2030 unterschreiben und 3,75 Millionen Euro Ablöse an Roter Stern Belgrad kosten, damit sind die Umbauarbeiten in der Abwehr aber noch nicht getan.
Überraschend zieht es Keven Schlotterbeck nun doch weg aus Augsburg, nachdem der Abwehrspieler die FCA-Mannschaft am Samstag beim Pokalspiel in Cottbus (2:0) noch als Kapitän aufs Feld geführt hatte, nun die Stadt aber bereits verlassen hat,
Zum Ende der Vorsaison hatte Schlotterbeck seinen Stammplatz unter Manuel Baum verloren und offen über einen Abschied nachgedacht (der kicker berichtete). Dann aber verließ mit Cedric Zesiger ein direkter Positionskonkurrent den Verein in Richtung Bern, weshalb sich Schlotterbecks Einsatzchancen trotz der Verpflichtung von Linksfuß Calvin Brackelmann (ablösefrei aus Paderborn) erhöhten.
Der 29-Jährige plante nicht mehr direkt einem Abschied, beim FC Augsburg dagegen hielt man – wie bei jedem einzelnen Spieler im Kader – die Augen offen. Und nun kommt plötzlich doch wieder Bewegung rein, weil der FC Southampton vorstellig wurde und bereit ist, knapp vier Millionen Euro an fixer Ablöse an den Bundesligisten zu überweisen, wie zuerst die Augsburger Allgemeine Zeitung berichtete.
Schlotterbeck zieht es nach England, obwohl er unter dem deutschen Trainer Tonda Eckert erstmal eine Etage tiefer antreten muss. Die Saints hatten in der Vorsaison unfreiwillig für Schlagzeilen mit dem Spy-Gate gesorgt, dass sie letztlich einen möglichen Aufstieg in die Premier League gekostet hatte.
Augsburg wird voraussichtlich noch einmal reagieren
In dieser Saison gewann Eckert eins von zwei bereits absolvierten Ligaspielen, steht aufgrund des Punkteabzugs (minus vier) aber noch an Tabellenplatz 24. Schlotterbeck soll Erfahrung und Qualität im Spielaufbau einbringen, dem Spieler hingegen winkt nach Stationen in Freiburg, Union Berlin, Bochum und Augsburg das erste Abenteuer im Ausland, womit er immer geliebäugelt hat, wie er im vergangenen Sommer im kicker-Interview erklärte.
Der FCA wird damit aller Voraussicht nach nochmal reagieren, weil für die vorgesehene Dreierkette nun nur noch fünf Kandidaten zur Verfügung stehen, einer davon ist der eigentliche Mittelfeldspieler Yannik Keitel.

