Sein bislang sportlich bestes Jahr erlebte Marvin Pieringer in der Saison 2022/23 in Paderborn. Nun kehrt der 26-jährige Stürmer zu den Ostwestfalen zurück.
Vidovic schon wieder abgelöst
Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen und sich die Dienste von Marvin Pieringer gesichert. Am Mittwoch machten die Ostwestfalen den Transfer des 26-jährigen Mittelstürmers vom 1. FC Heidenheim offiziell. Für wie lange Pieringer unterschrieb, wurde nicht kommuniziert.
Bereits am vergangenen Sonntag waren erste Gerüchte um einen möglichen Wechsel aufgekommen. Bis zum 30. Juni hatte der Angreifer in seinem Vertrag, der in Heidenheim noch bis 2027 lief, eine Ausstiegsklausel in Höhe von 3,5 Millionen Euro verankert. Nach Ablauf der Frist war die Ablösesumme frei verhandelbar, sie pendelte sich aber um diese Summe ein.
Pieringer und Vidovic teuerste Vereinseinkäufe
Damit toppt Pieringer Gabriel Vidovic, der als bisheriger Paderborner Rekordeinkauf kürzlich für rund drei Millionen Euro von Dinamo Zagreb gekommen war. Zuvor hatte der Aufsteiger Mittelfeldstratege Mika Baur als Rekordverkauf zu Celtic Glasgow abgegeben.
„Wir freuen uns sehr, dass Marvin zu unserem SCP07 zurückkehrt. In Heidenheim hat er in den vergangenen Jahren enorm viel Bundesligaerfahrung gesammelt und gezeigt, wie wichtig er für eine Mannschaft sein kann“, begrüßte Paderborns Sport-Geschäftsführer Stefan Lange den Neuzugang. „Mit seiner Abschlussstärke, Flexibilität, körperlichen Präsenz und Erfahrung wird er uns weiterhelfen.“ Eine lange Eingewöhnungszeit befürchtet Lange wegen der Paderborner Vergangenheit von Pieringer nicht.
Seinen Durchbruch im Profifußball schaffte der 26-Jährige mit den Würzburger Kickers in der Saison 2020/21, als er für die Bayern in der 2. Bundesliga sechsmal traf. Schalke 04 wurde auf den 1,91 Meter großen Stürmer aufmerksam und nahm Pieringer unter Vertrag. Mit S04 stieg der gebürtige Reutlinger, der zumeist Reservist war, in die Bundesliga auf, blieb nach dem Aufstieg allerdings in der 2. Bundesliga und schloss sich zur Saison 2022/23 leihweise Paderborn an.
In Heidenheim oft als hängende Spitze oder Achter
In 26 Pflichtspielen erzielte Pieringer für die Ostwestfalen 14 Tore, zehn davon in der 2. Liga. Ein Zwischenschritt für den Angreifer, dem mit einem Jahr Verspätung im Sommer 2023 der Sprung in die Bundesliga gelang: Heidenheim eiste ihn für knapp zwei Millionen Euro aus Schalke los. In 89 Bundesliga-Spielen für den FCH traf Pieringer 14-mal. Immer wieder wurde er als hängende Spitze oder gar als Achter eingesetzt, gilt ohnehin als mitspielender Stürmer.
Nach dem Abstieg blieb der 26-Jährige in der Mannschaft von Trainer Frank Schmidt gesetzt, traf beim 4:3-Auftaktsieg gegen den VfL Osnabrück zum zwischenzeitlichen 4:2. Einen bitteren letzten Auftritt im Dress der Schwaben war das blamable Ausscheiden in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Regionalligist SSV Jeddeloh II (2:5). Beim Stand von 1:4 aus FCH-Sicht wurde Pieringer in der 71. Minute ausgewechselt.
In Paderborn bestand nach dem Abgang von 15-Tore-Stürmer Filip Bilbija zu Derby County im Sturmzentrum Bedarf. Mit Kennedy Okpala, Steffen Tigges und Stefano Marino zählen drei weitere nominelle Mittelstürmer zum Kader des Aufsteigers.

