In das wochenlange Wechselthema zweier Leistungsträger des Aufsteigers kommt Bewegung. Am Mittwoch fehlte Mika Baur im Training des SCP07, mutmaßlich um die Verhandlungen mit dem schottischen Traditionsklub Celtic Glasgow zu finalisieren. Auch die Gerüchte um einen Abgang Laurin Curdas brechen nicht ab.
Kettemann hält auch Curdas Zukunft für offen
Spekuliert wurde schon seit geraumer Zeit darüber, nun nimmt der Wechsel von Mika Baur vom SC Paderborn 07 zu Schottlands Meister Celtic Glasgow Konturen an. An diesem Mittwoch fehlte der Mittelfeldspieler im Training des Bundesliga-Aufsteigers, der ihn nach offiziellen Angaben freigestellt hatte – mutmaßlich für abschließende Verhandlungen und den Medizincheck bei dem Champions-League-Starter. „Der Wechsel ist noch nicht durch, aber ich muss davon ausgehen“, kommentierte SCP07-Trainer Ralf Kettemann. „Ich muss damit rechnen, es ist ja nicht erst seit heute ein Thema.“
Letzten Meldungen zufolge hatten die Schotten den Paderbornern ein Angebot von knapp unter fünf Millionen Euro für den im kommenden Sommer ablösefreien 22-Jährigen unterbreitet. Bisher hatten sich die Ostwestfalen gegen einen Abgang gewehrt, Geschäftsführer Sport Sebastian Lange hatte erst kürzlich pauschal alle Angebote für umworbene Spieler mit „in keinster Weise“ akzeptabel bewertet. Mutmaßlich hat Celtic die Offerte nun noch einmal nachgebessert.
Ein Abgang des im Team gesetzten Spielgestalters trifft den SCP07 hart. Kettemann: „Es tut sportlich und persönlich weh.“ Zu den nun nötigen Konsequenzen auf dem Transfermarkt sagte der 39-jährige Coach mit Blick auf Verstärkungen: „Wir wollen und müssen etwas machen.“
„Jeder Spieler, der uns verlässt, tut weh.“ (Ralf Kettemann)
Baur könnte nicht der einzige schmerzhafte Verlust bleiben. Auch Nebenmann Laurin Curda, Schütze des Siegtores in der Relegation gegen Erstligist Wolfsburg, ist umworben. Auch der Kontrakt des rechten Schienenspielers läuft zum Saisonende aus. Unter anderem hatte sich der 1. FSV Mainz 05 mit dem 24-Jährigen beschäftigt. Kettemann äußerte sich hierzu offen, ließ aber im Unterton Frust über die mögliche Entwicklung erkennen: „Ich bin mir als Trainer meiner Rolle bewusst, ich bin nicht größer als der Verein. Jeder Spieler, der uns verlässt, tut weh.“

