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Hjulmand sieht kein Problem mit dem Feuer, aber Derby „zur richtigen Zeit“

Nach den Niederlagen gegen Augsburg und im Pokal gegen die Bayern kommt für Kasper Hjulmand das Spiel in Köln „zum richtigen Zeitpunkt“. Der Bayer-Trainer setzt auf den Push des Derbys, obwohl er fehlendes Feuer nicht als Grund für den enttäuschenden Auftritt gegen die Münchner sieht.

Bayer ohne Kofane und wohl auch ohne Vazquez

Es wird ein Spiel ohne Wenn und Aber für Bayer 04. Der Tabellensechste muss vier Spieltage vor Schluss das Derby beim 1. FC Köln gewinnen, möchte man das wichtigste Saisonziel, die Qualifikation für die Champions League, noch erreichen. Bei vier Punkten Rückstand auf Rang 4 und zwei Zählern auf Platz 5, der diese Saison für die Qualifikation für die Champions League ausreichen kann, wenn Deutschland noch an Spanien in der UEFA-Jahreswertung vorbei und auf Platz 2 zieht, ist ein Sieg zwingend.

Doch Kasper Hjulmand versucht, den ohnehin schon großen Druck, der auf ihm und seiner Mannschaft liegt, nicht noch weiter zu forcieren. Und so betont Leverkusens Trainer das Besondere an dem Duell der rivalisierenden Nachbarn. „Das ist ein super Spiel, ein Derby, ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften, ein großes Spiel“, sagt der Däne, „wir fahren nach Köln, um Vollgas zu geben.“ Hjulmand betont also die Vorfreude auf die brisante Partie, die aus seiner Sicht „zur richtigen Zeit kommt“.

Bayer braucht vier Siege – doch seit dem 8. Spieltag gab es nie mehr als zwei am Stück

Nach der ernüchternden 0:2-Niederlage gegen Bayern München am Mittwoch im Pokal-Halbfinale und der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Augsburg am Samstag soll das Derby in Köln dazu dienen, den entscheidenden Wendepunkt in dieser Saison zu setzen und erstmals seit dem 8. Spieltag mehr als zwei Liga-Siege hintereinander einzufahren.

„Wir wissen genau, was die Bedeutung nicht nur dieses Derbys ist, sondern auch: Wir haben vier Spiele und müssen diese vier Spiele gewinnen“, sagte der frühere dänische Nationaltrainer. Allerdings betonte Hjulmand auch noch mal, dass der vor allem vor der Pause enttäuschende Auftritt am Mittwoch nicht am fehlenden Feuer lag. „Ich glaube nicht, dass es etwas mit Mut oder Energie zu tun hatte“, erklärt Hjulmand auch mit etwas zeitlichem Abstand, setzt aber trotzdem auf den Push des Derbys auf der emotionalen Ebene.

„Die Basis ist immer zu kämpfen, aber es ist wichtig, nicht nur mit Emotionen zu spielen.“ (Kasper Hjulmand)

Klar ist: Ohne Feuer wird Bayer im Derby nicht bestehen können. „Ein Fußballspiel hat immer die Basis, zu kämpfen und alles mit der richtigen Mentalität zu machen, aber es ist wichtig, nicht nur mit Emotionen zu spielen. Die sind in einem Derby größer und die müssen wir natürlich kontrollieren, aber auch mit Leidenschaft spielen“, sagt Hjulmand, betont aber: „Doch die Antwort ist immer unsere Struktur und unsere spielerische Qualität.“

Zu dieser wird Christian Kofane nicht beitragen können, der Mittelstürmer, der bereits gegen die Bayern mit einer Oberschenkelverletzung fehlte, „ist nicht bereit“, sagte Hjulmand, der wohl auch auf Mittelfeldspieler Lucas Vazquez verzichten muss, der gegen die Münchner angeschlagen ausgewechselt wurde. „Wir wissen es heute noch nicht“, so Hjulmand, „aber wahrscheinlich kann er nicht spielen.“

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