Der Japaner Takato Yamamoto hat die BVB-Fans beim ersten Test in Oberhausen verzückt. Während sie schon vom nächsten Shiji Kagawa träumen, will der Klub den 18-Jährigen erst einmal behutsam aufbauen.
Japaner reiht sich ein in die Riege spannender BVB-Talente
Als der 18 Jahre alte Takato Yamamoto in diesem Sommer auf Leihbasis von Gamba Osaka in die U 23 von Borussia Dortmund wechselte, war das noch keine große Schlagzeile wert. Der Japaner galt in seiner Heimat zwar als sehr vielversprechendes Talent im Mittelfeld, absolvierte erste U-Länderspiele für sein Heimatland und stand auch schon in einer Handvoll Profi-Partien auf dem Rasen.
Als sofortige Alternative für den Profikader des BVB aber wurde Yamamoto zunächst nicht eingeplant, weshalb der Transfer auch nicht über die Profi-Abteilung des Klubs abgewickelt wurde.
BVB-Fans warten auf den nächsten Kagawa
Ein Einsatz im ersten Sommer-Testspiel allerdings hat die Karten neu gemischt – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung: Dank seines frechen Auftritts beim 3:1-Sieg bei Rot-Weiß Oberhausen, zu dem Yamamoto bei seinem 45-minütigen Einsatz einen Treffer beisteuerte, ist der Japaner bei den BVB-Fans in aller Munde. Träumen sie doch davon, den nächsten Shinji Kagawa in ihren Reihen zu haben.
Ganz so weit allerdings ist Yamamoto noch nicht, um mit dem Meister-Spieler von 2011 und 2012 mithalten zu können. Er steht noch ganz am Anfang seiner Karriere – so wie Kagawa, als er 2010 in Dortmund aufschlug und in dessen Spuren Yamamoto nun wandelt.
„Das heißt nicht, dass die Tür nach oben zu ist.“ (Niko Kovac)
„Da waren schon einige gute Sachen dabei. Nicht nur ihr, sondern auch ich habe da richtig hingeschaut und wirklich Brauchbares gesehen“, kommentierte BVB-Trainer Niko Kovac den Auftritt des Youngsters, der erstmal weiterhin für die U 23 des Klubs eingeplant ist, die in der Regionalliga spielt. „Aber das heißt nicht, dass die Tür nach oben zu ist. Wir werden ein Auge auf ihn haben.“
Die Gelegenheit dazu wird es zeitnah geben. Denn Yamamoto ist fest für die Japan-Reise der Borussia eingeplant, die am 26. Juli startet. Bis zum 2. August wird der BVB in seiner Heimat unterwegs sein und dort zwei Tests absolvieren: eines am 29. Juli gegen den Partnerverein Cerezo Osaka, für den auch Kagawa spielte, eines am 1. August gegen den FC Tokio. Yamamoto soll während des Trips nicht nur Aufmerksamkeit generieren, sondern sich auch sportlich beweisen.
BVB-Youngster sollen näher an die Profis rücken
Mit seinem Mut, seiner Technik und seinem Spielverständnis bringt der 1,77 Meter große Linksfuß etliche Attribute mit, die für einen potenziellen Bundesliga-Spieler wichtig sind. Nachholbedarf besteht – wenig überraschend – bei der Körperlichkeit und im taktischen Bereich.
In jedem Fall aber reiht sich Yamamoto ein in die Riege spannender Toptalente, die der BVB derzeit ansammelt. Etliche davon – darunter Luca Reggiani und Samuele Inacio – rückten bereits in der Vorsaison an die Profis heran. Weitere wie Mussa Kaba und eventuell ja auch Yamamoto sollen folgen.

