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Wolfsburger Neustart am Abgrund: Bauer und Christiansen müssen gehen

Der VfL Wolfsburg zieht Konsequenzen im Abstiegskampf: Dieter Hecking kommt als neuer Trainer. Neben Daniel Bauer muss auch Boss Peter Christiansen mit sofortiger Wirkung gehen.

Hecking übernimmt beim VfL

Es war der nächste Tiefpunkt dieser desaströsen Saison, nach der 1:2-Heimpleite gegen den Hamburger SV hatte sich das Personalbeben bereits angekündigt, nun ziehen die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg im Abstiegskampf die Notbremse: Geschäftsführer Peter Christiansen muss mit sofortiger Wirkung seinen Stuhl räumen, auch Trainer Daniel Bauer, erst im Dezember zum Chefcoach ernannt, wird freigestellt.

Dafür kehrt Dieter Hecking nach seiner eigenen Entlassung im Oktober 2016 zum VfL zurück – er soll den ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte verhindern.

In der Woche vor dem HSV-Spiel bereitete sich der Klub auf alle Szenarien vor. Manager Christiansen hatte angesichts der Entwicklung seit seiner Inthronisierung im Sommer 2024 keine Zukunft mehr, lange hielt der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Sebastian Rudolph am umstrittenen 51-Jährigen fest, am Samstagabend wurde dem Dänen schließlich die Entscheidung mitgeteilt.

„Wir bedanken uns bei Peter für sein großes Engagement für den VfL Wolfsburg. Als Geschäftsführer Sport hat er den personellen Umbruch im Frauenfußball gemeinsam mit unserer sportlichen Leitung erfolgreich gemeistert. Bei den Männern fehlten leider die sportlichen Ergebnisse. Deswegen haben wir entschieden, die Zusammenarbeit mit ihm zu beenden“, so Rudolph.

Zudem wurde das Trainerteam um Bauer von der Freistellung, die nicht mehr überraschte, unterrichtet. „Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen. Wir haben gehofft, die Wende gemeinsam hinzubekommen. In der Analyse der Gesamtsituation sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir der Mannschaft einen neuen Impuls geben müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, wird VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler zitiert.

Sportdirektor Schwegler rückt noch stärker in die Verantwortung

Während Hecking, der den VfL 2015 zum DFB-Pokalsieg und zur Vizemeisterschaft führte, sofort das Ruder auf der Trainerbank übernimmt, dürfte es für Geschäftsführer Christiansen keinen unmittelbaren Nachfolger geben. Sportdirektor Schwegler, der im Dezember als Nachfolger des entlassenen Sebastian Schindzielorz kam, wird nun noch stärker in die Verantwortung rücken, denkbar ist, dass er Unterstützung erhält, etwa vom Aufsichtsrat und früheren Meistertorwart Diego Benaglio.

Neun Spieltage vor Saisonende steht der VfL Wolfsburg als Tabellen-Siebzehnter mit dem Rücken zur Wand, in der Rückrunde sammelten die Niedersachsen erst zwei Punkte, in den vergangenen sieben Spielen setzte es sechs Niederlagen. Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) muss der VfL zur TSG Hoffenheim – dann mit Dieter Hecking auf der Bank.

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