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Unglückliches Comeback für Stuttgarts Zagadou – Zukunft offen

Seine Nominierung in die Stuttgarter Startelf gegen Bremen kam überraschend. Doch das Comeback von Dan-Axel Zagadou sollte ein unglückliches werden.

VfB muss um Königsklasse bangen

Sebastian Hoeneß hatte alles versucht, um müde Beine in frische zu verwandeln. 120 Minuten emotionaler und fußballerischer Überspannung am Pokal-Donnerstag gegen den SC Freiburg (2:1) wollte Stuttgarts Cheftrainer gegen Bremen mit einer Großrotation begegnen. Für Ramon Hendriks, Jeff Chabot, Atakan Karazor, Nikolas Nartey, Chris Führich und Ermedin Demirovic brachte der 43-Jährige Lorenz Assignon, Luca Jaquez, Chema, Tiago Tomas, Bilal El Khannouss und Dan-Axel Zagadou. Das Comeback des Franzosen sollte kein Glückliches werden.

„Es war ein schwieriges Spiel. Er kann es besser.“ (VfB-Trainer Sebastian Hoeneß über Zagadou)

So richtig glänzen konnte zwar keiner aus dem Stuttgarter Team. Doch einer fiel allerdings etwas aus dem Rahmen: Zagadou. Der Abwehrmann kam erstmals nach dem 10. Spieltag Anfang November wieder zum Einsatz und konnte die lange Wettkampfpause nicht verheimlichen. „Es war ein schwieriges Spiel. Er kann es besser“, so Hoeneß kurz über den Fast-zwei-Meter-Mann, der sich beispielsweise vor dem 0:1 aus dem Zentrum ins rechte Halbfeld locken ließ; der in der 35. Minute von Romano Schmid ausgetrickst wurde, was Alexander Nübel zum Eingreifen gegen Yukinari Sugawaras Fernschuss zwang; oder in der 41. von Jovan Milosevic stehen gelassen wurde. Nur der schlechte Abschluss des vom VfB an Bremen Verliehenen verhinderte einen Treffer.

Wohlgemuth stellt sich vor den Spieler

Zur Halbzeit war der missglückte Neustart beendet. Zagadou blieb in der Kabine und wurde durch Ramon Hendriks ersetzt. Fabian Wohlgemuth stellt sich hinterher wie immer vor seinen Spieler. „Er hat gut trainiert, hat sich in die Form gebracht, dass er so ein Spiel auch von Anfang an bestreiten kann“, sagt der Sportvorstand. Die sehr lange Pause würde eben nicht so einfach aufzuholen sein. Gerade in einem so wichtigen Spiel, „in dem eine Mannschaft um den Klassenhalt spielt und die andere um die Champions League“. Es sei bei Weitem nicht alles schlecht gewesen. „Die Pässe, die Vertikalpässe, die Spielaufbaupässe haben sehr, sehr gut funktioniert. Dass er in ein, zwei Zweikämpfen nicht allzu glücklich aussah, will ich aber nicht verschweigen.“

Die Frage nach der Vertragsverlängerung ist offen

Wohlgemuth holt lieber aus zum Loblied auf den verletzungsanfälligen Profi, der seit 2022 im VfB-Trikot auf lediglich 50 Pflichtspiele gekommen ist. Inklusive Partien für den VfB II in der 3. Liga. „Daxo ist ein Riesenathlet, der so oft zurückgeworfen wurde durch Verletzungen. Kaum jemandem wünscht man ein Comeback so sehr, wie ihm.“ Wie es mit dem Franzosen weitergeht, dessen Vertrag endet? „Darüber möchte ich nicht spekulieren.“ Klingt jedenfalls nicht nach einer hohen Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung.

Auch die Aussicht auf eine Champions-League-Qualifikation hat sich nach diesem Spieltag etwas eingetrübt. „Wenn man den Großteil der Saison auf einem Platz steht und gestanden hat, der für eine direkte Qualifikation notwendig ist, dann ist doch klar, dass man das bei drei ausstehenden Spielen auch schaffen möchte“, sagt Wohlgemuth. „Dennoch muss man immer wieder einschieben, dass wir jetzt im dritten Jahr nacheinander unsere langfristigen Ziele übererfüllt haben. Wir sind definitiv im Europapokal, in der Europa League, dabei. Wenn das i-Tüpfelchen der Champions League dazukommen würde, dann wäre es keine sehr gute, sondern eine überragende Saison.“

Man sei gerüstet für die verbleibenden Duelle mit Hoffenheim, Leverkusen und Frankfurt. „Allen ist bewusst, dass die Schlussphase der Saison ganz entscheidend sein wird. Wir wissen alle, worum es geht“, so der Sportvorstand. „Aber die Spieler sind Partien, die Spitz auf Knopf stehen, gewohnt. Die Doppelbelastung ist jetzt weg. Deswegen glaube ich, dass wir sehr, sehr gut gewappnet sind für die drei ausstehenden Spiele.“

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